Unternehmerverband Vorpommern e.V.
Anmelden

Einloggen

Username *
Password *
an mich erinnern
Annett Schorsch

Annett Schorsch

Frau Tran Thi Lam Gründerin und Präsidentin der Hoa Lam Gruppe aus Vietnam erhält die Goldene Ehrennadel des Unternehmerverbandes Vorpommern e. V.

Als 5. Persönlichkeit überhaupt wurde am heutigen Abend in Schwerin Frau Tran Thi Lam im Rahmen eines Empfangs mit Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph und einer vietnamesischen Delegation mit der Goldenen Ehrennadel des Unternehmerverbandes Vorpommern e. V. ausgezeichnet . Wir ehren damit Frau Lam für Ihr Engagement die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der VR Vietnam und der Region Vorpommern voran getrieben zu haben. In Vorbereitung einer Wirtschaftsdelegation unseres Verbandes mit dem Wirtschaftsministerium MV nach Vietnam , geht es um zukünftige Projekte im Gesundheitswesen sowie der Fachkräftegewinnung und Ausbildung für Vorpommern und Vietnam. Wir danken unseren vietnamesischen Freunden und freuen uns auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit zum Nutzen beider Seiten.


Text: Jens Feißel



Dienstag, 27. November 2018

Unternehmerstammtisch in Wolgast

Wir freuen uns als Präsidium und Vorstand des Unternehmerverbandes Vorpommern e. V. nach langer Zeit wieder einen Unternehmerstammtisch mit unserem neuen Landrat Michael Sack (CDU) in Wolgast ins Leben gerufen zu haben! Herzlichen Dank an unser Vorstandsmitglied Reinhardt Plückhahn für seine Initiative und an Michael Esser vom Autohaus Esser als Gastgeber!

Mit rund 30 Teilnehmern aus der Wolgaster Unternehmerschaft und einigen Mitgliedern der
 Insel Usedom wurde zum Teil kontrovers aber ehrlich und sachlich die Verkehrssituation der Region und natürlich die gegenwärtigen Zustände auf der Peenewerft diskutiert! Wir stellen uns als Unternehmerverband Vorpommern e. V .geschlossen hinter die Forderung der Wolgaster an die Landes - und Bundespolitik nicht in Aussitzprozessen zu verharren, sondern sofortige Lösungen für das weggefallene Auftragsvolumen der Werft anzubieten und umzusetzen! Ein bereichernder Vortrag über die Zukunft der Automobilindustrie durch den Auszubildenden Marcel Klein vom Autohaus Esser hat uns sehr beeindruckt und dahingehend erfreut das es solche selbstbewussten wirtschaftsorientierten jungen Menschen für die Zukunft in Vorpommern gibt!

Allen Beteiligten einen Herzlichen Dank und gerne wieder regelmäßig in Zukunft!

Text: Jens Feißel



Am Abend des 19.11.2018 fand die Gründungspreisverleihung des ersten "Vorpommern Ehrengreif " in der Sparkasse Vorpommern in Greifswald statt. Der Preis ist ein Zeichen höchster Ehrung durch Initiative der Sparkasse Vorpommern und des Unternehmerverbandes Vorpommern e. V., getragen durch die Schirmherrschaft von Dr. Stefan Rudolph, für eine Persönlichkeit, die eng mit der Region Vorpommern verbunden ist und sich durch persönliches Engagement für die gesellschaftliche Entwicklung der Region Vorpommern verdient gemacht hat.

Wir gratulieren sehr herzlich Herrn Prof. Dr. med. Peter Hinz zur Gründungspreisverleihung mit dem "Vorpommern Ehrengreif". In einer ergreifenden Laudatio schilderte Dr. Stefan Rudolph die beeindruckende Vita von Prof. Dr. med. Peter Hinz vom Bodybuilder und Türsteher in seiner Jugend zu einem anerkannten und hochgeschätzten Mediziner, Berufspiloten und Leistungsportler mit Weltmeistertitel im Bankdrücken, der trotz seiner Erfolge, sich immer den Menschen in der Region verpflichtet sah und als Vorbild für junge Menschen bewiesen hat, dass man mit Ehrgeiz und Fleiß hoch gesteckte Ziele erreichen kann.

Weitere Redner vor den 140 Gästen waren der Präsident des Unternehmerverbandes Vorpommern e. V. Herr Gerold Jürgens und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Vorpommern Herr Ulrich Wolff, Moderation der Geschäftsführer des Unternehmerverbandes Vorpommern e. V. Herr Jens Feißel. Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden und Gästen für diese ehrwürdige, gelungene Veranstaltung.


Text: Jens Feißel


Donnerstag, 01. November 2018

Landkreis kooperiert mit Region Pomerode

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald und die Region Pomerode im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina möchten zusammenarbeiten.



Berieten über eine mögliche Kooperation der Regionen: Landrat Michael Sack, der Chef des Unternehmerverbandes Vorpommern,
Gerold Jürgens, Pomerodes Bürgermeister Erzio Kriek und der Vorsitzende des Vereins Pommersche Heimat (v.l.).
Quelle: Cornelia Meerkatz


Insel Usedom. Möglichkeiten einer Zusammenarbeit loteten am Freitagabend Landrat Michael Sack (CDU) und der Bürgermeister der brasilianischen Stadt Pomerode, Érico Kriek, aus. In der brasilianischen Stadt mit ihren 32000 Einwohnern und in den umliegenden Gemeinden mit weiteren knapp 30000 Bürgern haben viele Familien deutsche Vorfahren. „Wir sind an einer Belebung der Traditionen interessiert. Zugleich soll die junge Generation zueinander finden und Kontakte knüpfen“, sagte Pomerodes Stadtoberhaupt Kriek.

Auch der Unternehmerverband Vorpommern und der Verein Pommersche Heimat, auf dessen Initiative hin das Treffen zustande kam, brachten sich bei der Ideenfindung für eine mögliche Zusammenarbeit ein. Mehrere vorpommersche Firmen haben bereits Niederlassungen in und um Pomerode gegründet. Schnell wurde klar, dass sich relativ leicht auf dem Gebiet des Schüleraustausches, der Bildung und Kultur gemeinsame Nenner finden lassen. Nach den erfolgreichen Auftritten von Chor und Orchester der Uni im Vorjahr in Pomerode sowie dem bereits organisiertem mehrwöchigem Aufenthalt von Schülern aus der Uecker-Randow-Region in Brasilien kommt das gemeinsame Entwickeln von Unterrichtsmaterial für Berufsschüler dazu.

Landrat Sack hat zudem Interesse am Erfahrungsaustausch in der Verwaltung. „Vieles geht in Brasilien bereits digital. Ich denke, wir könnten voneinander lernen. Am Ende sollte ein Kooperationsvertrag unseres Landkreises mit der Region Pomerode stehen“, betonte er.

Cornelia Meerkatz




Quelle: Ostsee-Zeitung vom 29.10.2018
Ein überaus erfolgreicher 3. Unternehmertag Russland fand unter Beteiligung vieler Vertreter unseres Verbandes am 17.10.2018 in Rostock statt ! Höhepunkt für den Unternehmerverband Vorpommern e.V. war die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages gemeinsam mit der Vereinigung der Unternehmensverbände Mecklenburg Vorpommern e.V. und der Regionalvereinigung der Arbeitgeber des Leningrader Gebietes durch die jeweiligen Präsidenten Gerold Jürgens, Thomas Lambusch und Alexander Gabitov. Letzterer erhielt von unserem Präsidenten das Jubiläumsbuch zum 25 jährigen Bestehen unseres Verbandes. Geschäftsführer Jens Feißel baute Kontakte zur Universität St Petersburg auf .Es gab viele innovative Gespräche mit russischen Unternehmern und politischen Entscheidungsträgern. Interessante Workshops und eine würdevolle Galaveranstaltung am Abend werteten die Veranstaltung deutlich auf ! Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden, Initiatoren , sowie an die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern für die professionelle Vorbereitung und erfolgreiche Umsetzung des Russlandtages in MV 2018! Abschließend erlaube ich mir ein Zitat aus der Rede von Matthias Platzeck dem Vorsitzenden des Deutsch - Russischen Forums e. V. „ Immer wenn die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland gut waren ging es auch Europa gut 

Jens Feißel
Geschäftsführer Unternehmerverband Vorpommern e.V.


Russlandtag1 Russlandtag2 Russlandtag3 

Russlandtag6 Russlandtag5 Russlandtag4 

Russlandtag8 Russlandtag9 Russlandtag10 

Russlandtag11 Russlandtag13 Russlandtag7

Russlandtag14  Russlandtag15



Im Beisein von Energieminister Christian Pegel unterzeichnen der Präsident des Unternehmerverbandes Vorpommern e.V Gerold Jürgens und der Geschäftsführer der LEKA Landesenerige- und Klimaschutzagentur MV GmbH Gunnar Wobig den Kooperationsvertrag zur Kampagne MVeffizient, die die LEKA im Auftrag des Energieministeriums durchführt. Die Energieeffizienz-Experten der LEKA stehen Unternehmen der Schlüsselbranchen Tourismus, Gesundheit und Ernährung mit Rat und Tat zur Seite.

Neben Vor-Ort-Beratungen zum Thema Energieeffizienz finden regelmäßige Stammtische an wechselnden Orten in Mecklenburg-Vorpommern statt, um einen direkten Austausch zu ermöglichen. Durch die Kooperation mit dem Unternehmerverband ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, Unternehmen in Zukunft noch besser bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen zu unterstützen.



Jens Feißel
Geschäftsführer Unternehmerverband Vorpommern e.V.
Christian Pegel Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in MV zu Gast beim Stralsunder Unternehmerstammtisch


Am 15.10.2018 fand in großer Runde der traditionelle Unternehmerstammtisch unseres Verbandes in Stralsund statt. Christian Pegel Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in MV informierte die zahlreichen Unternehmer und Gäste über den Stand wichtiger Verkehrs - und Infrastrukturmaßnahmen.

Vom Breitbandausbau, der Mobilfunkversorgung bis zur Digitalisierung gab es regen Diskussionsbedarf. Schwerpunkte bleiben das Verkehrskonzept Usedom und die A20. Letzteres dürfte sich ab Dezember 2019 mit der neuen Behelfsbrücke und einer Spur pro Fahrtrichtung bei hoffentlich haltbaren 60km/h zugelassener Höchstgeschwindigkeit deutlich entspannen.

Abschließend bereicherte Herr Marko Blockwitz als B2B Manager vom Media Markt Stralsund die Veranstaltung mit einem Vortrag über unternehmensorientierte Angebote.

Das Präsidium, der Vorstand und die Geschäftsführung des Unternehmerverbandes Vorpommern bedanken sich auf diesem Wege bei allen Mitwirkenden und Teilnehmern für die gelungene Veranstaltung.



Fotos: Andreas Lampe MV Verlag
Jens Feißel UV Vorpommern

HST IMG 6419 HST IMG 6422 HST IMG 6428HST IMG 6460 HST IMG 6433 HST IMG 6440
Dienstag, 02. Oktober 2018

Sie haben es geschafft!

Die Gesundheits- und Pflegeschule der Wirtschaftsakademie Nord entließ staatlich geprüfte Altenpfleger und Kranken- und Altenpflegehelfer

So schnell vergingen drei bzw. anderthalb Jahre der Ausbildung. Im Beisein der Praxispartner, Vertreter der Agentur für Arbeit und des Jobcenters und dem Team der Gesundheits- und Pflegeschule, wurden in die Absolventen der Gesundheits- und Pflegeschule der Wirtschaftsakademie Nord feierlich verabschiedet. Es war ein ganz besonderer und emotionaler Tag.

Hinter den staatlich geprüften Absolventen liegt ein wahrer „Prüfungsmarathon“. Anfang September startete dieser mit dem schriftlichen Examen an drei Tagen zu je einem Lernfeld, gefolgt vom praktischen Teil. Doch damit nicht genug. Am Ende standen auch die mündlichen Prüfungen an. Dies bedeutete Stress, strapazierte Nerven, kurze Nächte und der Blick in viele Bücher und Lehrmaterialen. Am Ende dann, die große Erleichterung und auch Tränen der Freude, als bekannt gegeben wurde, dass alle Teilnehmer die Prüfungen bestanden haben und nun aus Schülern zukünftige Mitarbeiter der Pflegebranche werden.


 

Kontakt:

Wirtschaftsakademie Nord
Puschkinring 22 a
17491 Greifswald
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!




Quelle: Wirtschaftsakademie Nord









Malmö/Greifswald. 10 Schüler der Medien- und Informatikschule der Wirtschaftsakademie Nord haben beim Ideenwettbewerb des Museums Malmö abgeräumt und in 2 Teams jeweils den 1. Platz und den Publikumspreis gewonnen. Ihre Ideen von Softwareprogrammen (Apps), sorgten bei der Jury und dem Publikum aus Informatikfachexperten und Museumsmitarbeitern für Begeisterung. Insgesamt wetteiferten 45 Studenten, Schüler und eine Grafikagentur aus Deutschland und Polen im Rahmen des „Hackathons“, eine Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“, um die besten Konzepte wie man in der Zukunft mehr und vor allem jüngere Menschen für Museen begeistern könnte.
„Ich freue mich über die Leistungen unserer Schüler der Höheren Berufsfachschule“, sagt Robert Ittermann, Abteilungsleiter Bildungsprojekte an der Wirtschaftsakademie Nord. Eine gute, kreative Idee zu entwickeln ist das eine, diese jedoch einer internationalen Jury in Englisch zu vermitteln sei eine besondere Herausforderung gewesen, so der Projektmanager. „Ein virtuelles Aquarium zum selber bauen oder auch einen Fisch als Tamagotchi, ein virtuelles Lebewesen, das man via Handy mit nach Hause nehmen kann - diese Spielideen der Greifswalder Auszubildenden sollen nun im Rahmen eines EU-Projektes weiterentwickelt und in den Museen des Ostseeraumes erprobt und eingesetzt werden“, sagt Ittermann.

Gruppenfoto:       v.l.n.r. Jakob Trebbin, Linda Martin, Robert Ittermann, Kevin Schulz, Claudia Grosenick, Lena Westphal, Kristin Schreiber, Fanny Pantke, Tom Schröder, Michael Krohn, Georg Weiher, Yasmine Isabo Eichhorst, Antonia Teichert, Max Schröder


20180927 Hackathon 1
Ideenfindung, Umsetzung und Präsentation – die einzelnen Teams entwickelten in nur kurzer Zeit verschiedene Konzepte
um vor allem jüngere Menschen für Museen zu begeistern.



20180927 Hackathon 2
Rauchende Köpfe bei der Konzeptionsphase beim Hackathon in Malmö. Antonia Teichert und Georg Weiher schafften es
gemeinsam mit ihrem Team den ersten Platz zu belegen.



Quelle: Pressemitteilung Wirtschaftsakademie Nord 


Kontakt:
Wirtschaftsakademie Nord
Puschkinring 22 a
17491 Greifswald
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


WAK Logo


Unternehmerverband fordert Fakultät für Ingenieurwissenschaften an Uni Greifswald - Offener Brief von Wirtschaftsvertretern Vorpommerns an Landesregierung

Mit einem Offenen Brief haben sich Unternehmer aus Vorpommern an die Landesregierung gewandt. Das Schreiben ist Ergebnis der jüngsten Wirtschaftsgespräche des Unternehmerverbandes Vorpommern, zu denen der Verbandsvorstand rund 50 Unternehmer sowie Kommunalpolitiker, Vertreter von Berufsbildungseinrichtungen und zudem den Geschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände MV Sven Müller auf den Schoner „Weiße Düne“ eingeladen hatte.

Der Unternehmerverband Vorpommern, der derzeit 250 Mitgliedsunternehmen zählt, will die wirtschaftliche Entwicklung der Region vorantreiben und sucht dafür den Schulterschluss mit den Verantwortungsträgern in Land und Bund, bekräftigte der neue Geschäftsführer des Unternehmerverbandes Vorpommern Jens Feißel während der Ausfahrt mit der „Weißen Düne“. Der Offene Brief an die Landesregierung benennt wirtschaftliche Hemmnisse und fordert pragmatische Lösungen ein: 1. Ausbau der Mobilfunkstandorte für ganz Vorpommern, 2. Ansiedlung einer Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Uni Greifswald, 3. Ausbildung ausländischer Fachkräfte, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und 4. ein übergreifendes Verkehrskonzept für die Insel Usedom.

Noch immer gebe es Landesteile in Vorpommern, in denen EC-Kartenzahlungen nicht möglich sind, weil die Netzversorgung unzureichend ist, kritisierten die Unternehmer. Es sei nicht länger hinnehmbar, dass wichtige Telefonate oder sogar Rettungseinsätze unter Verbindungsproblemen litten. „Als Unternehmerverband begrüßen wir ausdrücklich den geplanten Ausbau der Mobilfunkstandorte mit LTE-Erweiterung für die Insel Usedom. Aber es ist nur konsequent, dies auf die gesamte Region und auch Greifswald auszudehnen“, betonte Gerold Jürgens, Präsident des Unternehmerverbandes Vorpommern. Er forderte insbesondere den Oberbürgermeister der Stadt Greifswald Stefan Fassbinder auf, politischen Druck über die Landes- und Bundespolitik auszuüben, um die Hauptnetzbetreiber Telekom, Vodafon und Telefonica/O2 in die Pflicht zu nehmen.

Die derzeit rückläufigen Studentenzahlen an der Universität Greifswald wertete der Präsident des Unternehmerverbandes Gerold Jürgens als „Ausdruck schwindender Standortvorteile.“ Uni, Stadt und Land seien gefordert, dem entgegenzuwirken. „Wir brauchen eine wirtschaftsnahe, universitäre Forschung. Mit der Ansiedlung einer Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Universität Greifswald wird die gesamte Region aufgewertet“, betonte Gerold Jürgens. Die Universität als größter Arbeitgeber in Greifswald muss über die bestehenden Forschungsbereiche hinaus eine stärkere Anbindung an die regionalen Wirtschaftsunternehmen erhalten. Die Wirtschaft benötige dringend den fachlichen Nachwuchs. Viele Technologieunternehmen würden davon profitieren und selbst die Medizinerausbildung verlange heute technisches Know-how. „Fachkräfte aus und für die Region, das ist unser Ziel“.

Ohne die Integration von qualifizierten Migranten in den Arbeitsmarkt sei allerdings das Fachkräfteproblem nicht mehr zu lösen. „Die demografische Entwicklung macht es erforderlich, zielorientiert und nach klaren Anforderungsprofilen, auch ausländische Fachkräfte zu akquirieren und dauerhaft in der Region zu halten“, erklärte Präsident Jürgens. Die derzeit bestehenden Projekte des Unternehmerverbandes mit Vietnam, Mexiko und Brasilien müssen politisch mitgetragen und gefördert werden. Zwingend notwendig seien wirksame Konzepte der Bildungsträger zur Anpassungsqualifizierung und Deutschausbildung, auch vor Ort in den Herkunftsländern. „Unerlässlich dafür ist ein Einwanderungsgesetz, dass uns als Wirtschaft endlich Luft zum Atmen verschafft“, so Präsident Jürgens. Großes Unverständnis herrschte bei den Unternehmern darüber, dass ein junger Mann aus Albanien, der gerade seinen Ausbildungsvertrag bei der Firma ME-LE in Torgelow unterschrieben hat, jetzt aufgrund eines abgelehnten Asylbescheids abgeschoben werden soll. Nach bestandener Sprachprüfung, nach erfolgreicher Berufsorientierung und nach einem Praktikum im Unternehmen. „Igli Balliu ist seit einem Jahr in Deutschland und hat bewiesen, dass er hier arbeiten und leben will. Er spielt Fußball, ist ehrenamtlicher Schiedsrichter beim Torgelower FC Greif. Er ist bereits integriert“, unterstrich ME-LE- Geschäftsführer Dietrich Lehmann und forderte ein Umdenken. Seit Jahren bemühe sich seine Firma in der Region oft vergeblich um Auszubildende für Handwerksberufe.

Bei dem Treffen der Wirtschaftsexperten auf der „Weißen Düne“ kamen erneut auch die Verkehrsprobleme auf der Insel Usedom zur Sprache. Aus Sicht des Unternehmerverbandes Vorpommern ist das Thema derart komplex, dass Präsident Gerold Jürgens eine Verkehrskonferenz mit zuständigen Bundes- und Landespolitikern fordert. Jürgens: „Ich will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Landesverkehrsminister Christian Pegel und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hier auf der Insel endlich an einem Tisch haben! Gut gemeinte, wahlkampfbezogene Arbeitsgruppen auf kommunaler Ebene hatten wir genug!“ Unerklärlich ist aus Sicht der Unternehmer die im März 2018 ergangene Ablehnung eines einheitlichen Verkehrskonzeptes für die Insel durch den Landtag.


20180910 WD2
20180910 WD3
20180910 WD4
Seite 9 von 27