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Freitag, 10. November 2017

Lubminer Spezialarmaturen in Russland

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Lubmin – Der Unternehmer Mathias Scharlach, Geschäftsführer der MAL Maschinen und Armaturenwerkstatt Lubmin GmbH, sitzt häufig auf gepackten Koffern. Sein mittelständisches Unternehmen, das sich auf die Instandhaltung von industriellen Armaturen, Pumpen, Getrieben sowie Rohrleitungstechnik und in diesem Zusammenhang auf Sonderanfertigungen spezialisiert hat, ist bei Betreibern von Kraftwerken, Kernkraftwerken, Chemieanlagen und in der maritimen Wirtschaft gefragt. Das 2008 gegründete Unternehmen MAL arbeitete für Unternehmen in den USA, Ägypten und den Niederlanden.Künftig werde er vermutlich öfter nach Russland reisen, erzählt Mathias Scharlach.

„Es gibt ein riesiges Potenzial für unsere maßgeschneiderten Produkte, das wurde auf der Branchenmesse ‚Neva‘ Ende September in St. Petersburg deutlich“, sagt Scharlach. Besonders nachgefragt sind die Kugelhähne für Rohre mit bis zu einem Meter Durchmesser, die spezielle Absperr- und Regelfunktionen besitzen. „Bei diesen tonnenschweren Armaturen besitzen wir ein Alleinstellungsmerkmal“,erklärt der Lubminer Unternehmer. Inzwischen gibt es Verhandlungen über konkrete Projekte. In wenigen Tagen wird er sich erneut gen Osten auf den Weg machen. „Die Reise mit der Regierungsdelegation Mecklenburg-Vorpommerns im September nach Russland hat sich für die vorpommersche Wirtschaft gelohnt“, erklärt Gerold Jürgens, Präsident des Unternehmerverbandes Vorpommern. Von Seiten der russischen Wirtschaft und Politik, die in Russland traditionell stark verwoben sind, gab es großes Interesse an den innovativen Produkten, dem technologischen Wissen und den serviceorientierten Dienstleistungen aus Vorpommern. „‘Made in Germany‘ aus Vorpommern ist ein positiv besetztes Gütesiegel“, betont Jürgens.

Vor allem in den Bereichen Metallbau und Medizintechnik sei es schnell zu Kontakten und intensiven Gesprächen gekommen. Auch dank der Verhandlungsführung durch Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph, der über großes Wissen in Bezug auf bilaterale Vertragsabschlüsse mit östlichen Partnern verfügt. „Der Außenhandel von Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete 2016 mit einem Gesamtvolumen von 12,6 Milliarden Euro und einem Exportüberschuss von 1,8 Milliarden Euro sein zweitbestes Ergebnis. Die Russische Föderation war der fünftwichtigste Außenhandelspartner“, machte Staatssekretär Rudolph vor Unternehmern deutlich. Das Wirtschaftsministerium werde auch künftig hart daran arbeiten, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen hiesigen Unternehmen und Unternehmen der Russischen Föderation zum gegenseitigen Vorteil zu stabilisieren und auszubauen, soweit dies unter den gegebenen politischen Rahmenbedingungen vertretbar ist.

Von Anette Pröber

Ostsee-Anzeiger vom 18. Oktober 2017
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