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Freitag, 14. Januar 2022

Der Arbeitskreis Personalwesen trifft sich erstmalig im neuen Jahr zum Thema "Personalmanagement von morgen"

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Die Arbeitswelt ist im Wandel. Work-Life-Balance, Homeoffice, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Mitarbeiterkommunikation – das Personalmanagement hat sich in den letzten Jahren rapide verändert und befindet sich im stetigen Veränderungsprozess. Prozesse werden zunehmend digitalisiert, der Einsatz von KI hält immer mehr Einhalt in den Unternehmen, Personal und Ressourcen können so effizienter und nachhaltiger eingesetzt werden.

Am 13. Januar 2022 starteten wir mit unserem Arbeitskreis „Personalmanagement von morgen“ gemeinsam mit dem Projekt Regionale Zukunftszentren MV und dem UV Rostock-Mittleres Mecklenburg e.V. sowie rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz MV in digitaler Ausführung.

Den Start macht unser Präsidiumsmitglied Cathleen Reimer von dem Unternehmen Reimer Holz und Platten GmbH. Sie berichtete, wie sie in den letzten 1 ½ Jahren die 4-Tage-Woche in ihrem produzierenden Gewerbe eingeführt hat - weg von festen, starren Arbeitszeiten. Doch wie hat sie das praktisch unter Einhaltung von gesetzlichen Anforderungen geschafft und umgesetzt? Ganz klare Aussage von ihr diesbezüglich war „es geht bereits beim Entwicklungs- und Einführungsprozess dieser 4-Tage-Woche nur gemeinsam mit dem Team, mit jedem einzelnen Mitarbeiter“. So entwickelte sich der Freitag zum freien Tag, die Stunden vom Freitag wurden auf die übrigen Tage gelegt, so dass das gesamte Team in den Genuss eines verlängerten Wochenendes kommt. Bis auf einen Nachteil, Arbeitszeiten von bis zu zehn Stunden im Rahmen der gesetzlich möglichen täglich Höchstarbeitszeit, überwiegen für sie die Vorteile: absolute Mitarbeiterzufriedenheit, indem diese entspannter und erholter aus dem längeren Wochenende am ersten Werktag zurückkehren, private Termine werden seitdem auf den Freitag gelegt, die Mitarbeiter können flexibler und freier agieren, die Mitarbeiterbindung wird verstärkt und diese arbeiten selbständiger, sind leistungsstärker und effizienter und keine Probleme mit Fachkräften; seitdem erreichen sie regelmäßig Initiativbewerbungen von Fachkräften. Ihr Fazit war: man kann in jedem Unternehmen andere flexible Arbeitszeitmodelle individuell einführen und umsetzen, man muss es nur gemeinsam, inkl. dem Team, wollen.

Im Anschluss zeigte Katrin Pape von Vote2Work GmbH auf, wie man dank Digitalisierung den alltäglichen „flexiblen“ Personaleinsatz digital und kollaborativ managen kann. Im Rahmen Ihres Inputs zeigte sie dabei die von ihrem Unternehmen explizit hierfür entwickelte smarte digitale Plattform – sowohl für den Desktop bis hin zur App-Lösung. Flexibilität und Kollaboration bedeutet jedoch auch, den ständigen Balanceakt zwischen den Interessenlagen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu meistern, insbesondere wenn das Unternehmen mehr als 25 Mitarbeiter beschäftigt. Sie betonte dabei, dass die regelmäßige Herausforderung bei kurzfristigen Ereignissen, wie Kind krank, Arzttermine, Mehr-Bedarf an Personal für einen konkreten Auftrag oder Projekt, die Planungsverantwortliche wie die Unternehmerinnen und Unternehmer sowie deren Personaler gefragt sind. Hier kann diesen das Herumtelefonieren, Koordinieren und die Zettelwirtschaft durch eine smartere Lösung abgenommen werden. Im Konkreten heißt das bei Vote2Work: die digitale Vernetzung aller am Planungsprozess Beteiligten (mobile Endgeräte), smartes Regelwerk liefert nachvollziehbaren Gestaltungsrahmen (gesetzliche Anforderungen wie Ruhezeiten mit implementiert), digitale Abstimmung untereinander zwischen den Mitarbeitern von überall und zu jeder Zeit – Mitarbeiter nehmen so direkt Einfluss auf die Gestaltung der Arbeitszeiten, eine B2B-Cloud-Lösung für einen unkomplizierten Start in den Alltag und nicht zu vergessen, die Kollaboration, indem Einsatzfragen mit Filterfunktionen versendet werden können, der Mitarbeiterbezug so gefördert wird und all dies den individuellen Präferenzen der Mitarbeiter entspricht. Ihr Fazit am Ende war: die Frage schnell und unkompliziert beantworten zu können, „WANN und WO muss ich arbeiten?“ kann so in großen Schritten weiter nach vorne gebracht werden – dank modernster Technik.

Den letzten und dritten Input lieferte Gabriel Rath von MANDARIN MEDIEN Gesellschaft für digitale Lösungen mbH. Themenschwerpunkt bei ihm waren die Mitarbeiterkommunikation und das damit einhergehende Team-Building-Gefühl und stellte im Rahmen dessen die „moin! App“ vor. Er berichtete, dass ca. 2/3 der Mitarbeiter laut einer Studie lediglich Dienst nach Vorschrift arbeiten und ca. 37 Prozent eine mangelhafte interne Kommunikation beklagen. Wie sich auch zunehmend in dem Arbeitswandel zeigte: Netzwerk schlägt Hierarchie. Und hier gilt es, das Netzwerk zu fördern und weiter auszubauen, wofür MANDARIN MEDIEN explizit zur smarten Unterstützung die Mitarbeiter-moin!-App entwickelt hat. In der App kann man die Mitarbeiter untereinander partizipieren lassen und bietet so mehr Transparenz, jedoch so viel Transparenz, wie jeder selbst für sich zulassen möchte. Die Mitarbeiter können dabei sich in Gruppen organisieren und Beiträge erstellen zu bestimmten Themen austauschen, Geburtstagserinnerungen der Kolleginnen und Kollegen erscheinen automatisch, Krankenscheine können dort hochgeladen werden, Umfragen gestartet und Aufgaben sowie Schulterklopfer virtuell als Feedback verteilt werden. Sein Fazit am Ende war „Verstärkte Kommunikation im Unternehmen führt zu Wissensteilung und lernen durch Feedback ist heutzutage unerlässlich“.

Wir bedanken uns bei den Referenten für Ihre Vorträge, bei unserem neune Schirmherrn für den Arbeitskreis Personalwesen Stefan Blank von concept +, dem Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg e.V. sowie dem Regionalen Zukunftszentrum MV.

Die Veranstaltung wurde durch das Projekt Zukunftszentrum MV unterstützt.
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