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Freitag, 26. März 2021

Beim Impfen versagt die Politik - nun sollen es das Testen und die Wirtschaft richten?

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Beim Impfen versagt die Politik – nun sollen es das Testen und die Wirtschaft richten? Wirtschaft testet freiwillig und ohne gesetzliche Testpflicht 

Wir unterstützen die Testkampagne des Bundes und leisten damit als Wirtschaft einen weiteren Beitrag zur Pandemie-Bekämpfung. Viele Unternehmen testen Mitarbeiter längst da, wo es wichtig ist und das auf eigene Kosten. Nun eine gesetzliche Verpflichtung anzudrohen, ist jedoch ein weiterer Nackenschlag für die Wirtschaft. Die nicht funktionierende Impfstrategie der Regierung kann nicht dazu führen, dass eine Testpflicht für alle Unternehmen eingeführt wird. So sollen die Versäumnisse beim Impfen durch Tests ausgeglichen werden. Und damit auch die Lasten und der „schwarze Peter“ der Wirtschaft zugeschoben werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel droht mit Auflagen für ein zweimaliges Testen pro Woche für ihre Mitarbeiter, wenn nicht "an die 90 Prozent" der Betriebe die Selbstverpflichtung freiwillig umsetzten. Wenn nicht der überwiegende Teil der deutschen Wirtschaft seinen Mitarbeitern Tests anbiete, "dann werden wir mit regulatorischen Maßnahmen in der Arbeitsschutzverordnung dazu vorgehen." Das Bundeskabinett werde darüber am 13. April entscheiden.

Verbandspräsident Thomas Tweer: „Statt gesetzlich vorzuschreiben und Drohszenarien aufzubauen, plädieren wir dafür, das gewünschte breite Testen in Unternehmen mit Logistik und Kostenübernahme der Tests zu unterstützen. Und auch dafür, die Notwendigkeit bzw. Häufigkeit der Tests differenziert nach den jeweiligen Gegebenheiten und betrieblichen Abläufen zu betrachten.“

Eine Testpflicht würde für viele Unternehmen eine immense Herausforderung und zusätzliche Belastung darstellen. Pamela Buggenhagen, Geschäftsführerin UV Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.: „Viele unserer regionalen klein- und mittelständischen Unternehmen verfügen nicht über die personellen und zeitlichen Ressourcen, um die Teststrategie des Bundes vollumfänglich umzusetzen. Das fängt bei der Beschaffung entsprechender Tests an, hier dürfen nur gelistete und zertifizierte Anbieter verwendet werden. Außerdem sind arbeitsrechtliche Fragen ungeklärt, aber auch Dokumentations- und Berichtspflichten gegenüber Gesundheitsämtern, wenn es zu einem positiven Test kommt. Aber vor allen Dingen können viele angesichts der Lage diese zusätzliche Kosten nicht mehr tragen. Die marktüblichen Verkaufspreise bewegen sich zwischen 5€ und 15€. Da kommen je nach Betriebsgröße und Testintervall schnell große Summen zusammen.“

Unsere Unternehmen setzen schon lange ihre Hygienekonzepte und Pandemiepläne um, haben in Virenfilter und Lüftungsanlagen investiert und wenn möglich, ihre Beschäftigten ins Home-Office geschickt. Und auch das Testen gehört in vielen Unternehmen bereits dazu – freiwillig!

v.i.S.d.P. Pamela Buggenhagen / Kontakt: Telefon 0385 / 569 333
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