Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.
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Dienstag, 27. Oktober 2020

Kein zweiter "Lockdown" - Unternehmen sind systemrelevant

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Kein zweiter „Lockdown“ – Unternehmen sind systemrelevant

Wenn die Politik angesichts der steigenden Infektionszahlen mit einem bundesweiten Stillstand droht, dann verunsichert dies in höchstem Maße die hiesige Wirtschaft. Die Folgen eines zweiten und darüber hinaus bundesweiten Lockdowns wären für die Unternehmen und Selbstständigen kaum noch beherrschbar. Gerade aus Sicht weniger betroffener Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern sind regional begrenzte Lockdowns ein akzeptabler und nachvollziehbarer Weg. Nicht nachvollziehbar wäre dagegen, die Lage in Mecklenburg-Vorpommern nicht gesondert zur Lage in den besonders betroffenen Regionen in Deutschland zu betrachten.

Ein bundesweiter Lockdown wäre für die Hotellerie, die Gastronomie und die Veranstaltungsbranche verheerend. Die Unsicherheit verändert darüber hinaus die Stimmung in allen anderen Branchen. Einen zweiten Lockdown würden Teile der Wirtschaft kaum noch überstehen, da viele bereits alle Möglichkeiten, Rücklagen, Hilfen und Kredite genutzt haben, um die letzten Monate zu überbrücken. Diese Möglichkeiten sind zunehmend ausgeschöpft. Es mehren sich die Signale, dass Unternehmerinnen und Unternehmer nun zu dem Ergebnis kommen, ihre Betriebe oder Selbstständigkeit nicht fortzuführen. Regional angepasste Lockdowns ermöglichen Unternehmen in weniger betroffenen Regionen ein Überleben. Jedes Unternehmen, was so gerettet werden kann, ist eines mehr, welches nicht in die Insolvenz geht und Arbeitskräfte freisetzt.

Die Agenturen für Arbeit müssen nicht nur ihre Maßnahmen hinsichtlich Kurzarbeitergeld, Insolvenzgeld, Arbeitslosengeld und Arbeitsvermittlung forcieren, sondern auch die Angebote der Weiterbildung und Beratung sowie die Zusammenarbeit mit den Bildungsdienstleistern wieder hochfahren. Freigesetztes Personal wird nicht ohne weiteres die bestehende Fachkräfte-Lücke auffüllen können.

Wir fordern die Politik dringend auf, Unternehmen als systemrelevant zu betrachten und einen bundesweiten Lockdown für alle abzuwenden. Die bisherigen Maßnahmen sind weiter in Abhängigkeit der jeweiligen Lage abzuwägen und anzuwenden.

V.i.S.d.P.: Pamela Buggenhagen / Geschäftsführerin

Hier finden Sie die Pressemitteilung im Gesamten.
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