Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.
Anmelden

Einloggen

Username *
Password *
an mich erinnern
Freitag, 10. September 2021

Politik traf Wirtschaft

geschrieben von 
Bezüglich der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sind viele Wähler noch unentschlossen. Die letzte Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat klar gezeigt, wie sehr Prognosen und Wahlergebnis sich unterscheiden können. So sieht es der Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V. als wichtig an, seinen Mitgliedern im Vorfeld der Landtagswahl Gelegenheiten zu geben, die Kandidaten für den Landtag direkt zu befragen. Dies geschieht im Format „Bierdeckeldialog“.
 
Am 7. September stellte sich der Kandidat der CDU für den Wahlkreis Parchim-Lübz-Plau, Wolfgang Waldmüller (Foto, Mitte), den Unternehmern. Ca. 30 Gäste zeigen klar das Interesse der Wirtschaft hier an der Politik. Die Hafenterrassen in Parchim waren Austragungsort der Veranstaltung. Der Verband in der Region Ludwigslust-Parchim hatte sich ein Konzept überlegt, bei dem die Unternehmer einbezogen wurden und selbst Fragen stellen konnten.
 
Regionalleiter Volker Rumstich (Foto, links) begrüßte die Anwesenden. Danach stellte sich Wolfgang Waldmüller vor. Er gehört bereits seit 2006 dem Landtag an. Ist Generalsekretär und Fraktionsvorsitzender seiner Partei. Die Nähe zur Region und zum Unternehmertum kam dabei gleich klar zum Ausdruck. Dann ging es zur Sache. Die ersten drei Fragen stellten die Moderatoren Volker Rumstich und Regionalgeschäftsstellenleiter Guido Raabe (Foto, rechts). „Sie regieren seit 15 Jahren in drei Legislaturperioden mit. Das ist in der Politik eine lange Zeitachse. Warum soll jetzt vieles besser werden?“, fragte Guido Raabe. Wolfgang Waldmüller verwies darauf, was sich in 15 Jahren alles geändert hat. Er zeigte Erfolge seiner Partei auf, Projekte welche diese in der Großen Koalition durchsetzen konnte. Schilderte aber auch die Aufgaben, vor denen die Region steht. „Den Überbietungswettbewerb beim Mindestlohn macht seine Partei nicht mit“, sagte er auf entsprechende Nachfrage. „Die CDU setzt auf die Tarifautonomie. Für den Mindestlohn bekommen Unternehmer heute auch keine Fachkräfte mehr“, so Waldmüller.
 
Fragen kamen später im Wechsel vom Publikum und den Moderatoren. Verschiedene Themenfelder sind angesprochen worden. Rente, Bildung, Fachkräftesicherung, Ausbildung, Landwirtschaft. Der Kandidat wurde auch seitens des Publikums mit schwierigen Fragestellungen konfrontiert.
 
Ein Satzergänzungstest bildete den Auftakt zur Schlussrunde. Der Politiker musste hier durch den Moderator angefangene Sätze ergänzen. In der Beantwortung bestand nur ein sehr enger Spielraum. Schließlich die Schlussfrage: „Warum sollte der Bürger, der Unternehmer, CDU wählen?“ Zwei Minuten Zeit gab es dafür und die Stoppuhr wurde gezückt. Obwohl er schon über 90 Minuten gesprochen hatte, zeigte sich Waldmüller humorvoll, indem er entgegnete: „Das habe ich doch die ganze Zeit schon begründet.“ In 70 Sekunden argumentierte er dann doch nochmal.
 
Wir danken Wolfgang Waldmüller, dass er Rede und Antwort stand! Er konnte alle Fragen beantworten, ist nicht ausgewichen. Für ihn ein echter Test an der Basis. Ein offener, sachbezogener, auch kritischer Austausch!
Gelesen 118 mal