Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.
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Zum ersten Personalerimpuls des Jahres 2023 trafen sich rund 25 interessierte Personalverantwortliche am 24. Januar zum digitalen Austausch.

Wie können digitale Medien in der Ausbildung genutzt werden? Elena da Silva Gonçalves vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) stellte dazu die kostenlose Lernplattform MIKA-Campus sowie die begleitenden Seminare für Ausbilderinnen und Ausbilder vor, die genau diese Frage beantworten. Die Präsentation finden Sie hier. Empfehlenswert ist dazu auch der Leitfaden für ausbildende Fachkräfte, mehr Infos hier.

Wie können sich Ausbilderinnen und Ausbilder in MV vernetzen? Dazu sprach Luisa Wiese vom Aus- und Fortbildungszentrum Rostock GmbH. Über MS Teams können sich Interessierte zu den jeweiligen Branchenschwerpunkten als auch zu allgemeinen Themen wie Änderung in den betrieblichen Ausbildungsrahmenplänen austauschen, geplant sind außerdem regelmäßige Austauschformate. Das Angebot ist eingebettet in die bundesweite Initiative Netzwerk Q 4.0, und bietet weitere kostenlose Weiterbildungsangebote für Ausbildungsverantwortliche (mehr Infos hier). Wer in das Ausbildungsnetzwerk Q 4.0 aufgenommen werden möchte, wendet sich am besten direkt an Luisa Wiese Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Präsentation finden Sie hier.

Wie lassen Azubis der Generation Z gewinnen und führen? Was hilft gegen digitalen Stress in der Ausbildung 4.0? Dazu gab Dr. Wolfgang König vom Bildungswerk der Wirtschaft gGmbH einen Einblick und lud gleich zum vertiefenden digitalen Austausch am 2. März ein (mehr Infos hier und hier). Digitale Arbeitsweisen verstärken das Stressempfinden, denn viele Azubis sind bereits durch ihren privaten Medienkonsum gestresst. Gleichzeitig hat die Generation Z andere Sichtweisen auf die Arbeitswelt, mitunter prallen hier Welten aufeinander, die es durch empathische Führung zu lösen gilt. Die Präsentation finden Sie hier.
Die Pressemitteilung finden Sie hier zum Download.
Wie sieht ein modernes HR-Management aus, das den Bedürfnissen von Unternehmen und Beschäftigten gleichermaßen gerecht wird? Franziska Stadie gab dazu in unserem digitalen Personalcamp einen Einblick in ihre Arbeit als HR-Managerin von Trebing & Himstedt. Als mittelständisches IT-Beratungsunternehmen feierte das Schweriner Unternehmen in diesem Jahr sein 30-jähriges Firmenjubiläum. Es ist mit seinem 65-köpfigen Team im Themenbereich Industrie 4.0 bundesweit tätig. Agile Prozesse und Arbeitsmethoden gehören daher seit der Geburtsstunde zur Unternehmens-DNA, so war es nur eine Frage der Zeit, HR-Prozesse zu digitalisieren.

#wegodigital
Vor rund 4 Jahren startete Franziska Stadie und ihr HR-Team mit den ersten Schritten in Richtung digitales HR-Management. Dazu wurden zunächst die klassischen Personalakten digitalisiert, gleichzeitig stieg das Unternehmen in die MS Office 356 Welt ein. Dokumenten-Ping Pong und lange Bearbeitungsschleifen – vor allem bei der Einstellung und Einarbeitung von neuen Kolleginnen und Kollegen konnten damit deutlich reduziert werden.

#digitales Arbeiten
Inzwischen werden alle Arbeitsprozesse im Unternehmen digital über MS Office 365 abgebildet. Dokumente werden mit Metadaten intelligent gemacht, dass wiederum erleichtert das Arbeiten über Schlagwortsuche und Filterfunktion und lässt das klassische Dokumenten-Wirrwarr und zeitintensive Suchen in Ordnern der Vergangenheit angehören.

#digitales Recruiting
Im Recruiting-Prozess nutzt Franziska Stadie und ihr Team weitere digitale Möglichkeiten. So gehören neben den klassischen Recruiting-Kanälen das Active Sourcing – die direkte Ansprache - über XING und LinkedIN dazu. Ein digitales Bewerbermanagement erleichtert zudem die Sichtung von Bewerbungsunterlagen. Des Weiteren wird das erste Kennlerngespräch digital durchgeführt. Ein Vorstellungsvideo über das Unternehmen wird vorab verschickt und erleichtert damit den direkten Einstieg in Fachthemen. Das zweite Gespräch erfolgt dann in der Regel vor Ort. Bei positivem Ausgang gibt es den Vertragsentwurf direkt im Nachgang digital zugeschickt.

#digitales Onboarding
Um die Zeit zum ersten Arbeitstag zu überbrücken und verschickt das HR-Team ein Willkommens-Paket mit passender Technik und kleinen Goodies. Das Onboarding am ersten Arbeitstag erfolgt dann direkt via MS Teams. Eine digitale Onboardingliste erleichtert für alle den Überblick zu behalten. Digitale Break-Out Sessions mit dem T+H-Team erleichtert das Kennenlernen und stärkt das Wir-Gefühl von Beginn an. Wichtige Neuigkeiten werden außerdem im internen „T+H Hub“ über MS Teams eingestellt – so sind alle ohne E-Mail Flut auf dem neusten Stand.

#T+H Campus
Neu in diesem Jahr wurde der „T+H Campus“ als unternehmenseigene Wissensplattform in MS Office 365 integriert. Das Thema Self-Learning steht dabei im Mittelpunkt. Alle Beschäftigten finden hier ihre individuellen Entwicklungspläne hinterlegt. Kleine How-to-Videos, weiterführende Dokumente und Links sowie Seminarangebote und ein Forum zum Austausch unterstützen zugleich den Aufbau und Transfer von Know-How im gesamten Team. So ist der interne "T+H Campus" auch Grundlage für den externen "T+H Campus", bei dem Kunden als auch Digitalisierungs-Interessierte, sich zu Themen rund um Industrie 4.0 informieren können. 

#Fazit
HR-Prozesse zu digitalisieren, ist jedoch ein Prozess, der viel Einbindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und kleine Schritte erfordert, so Franziska Stadie in ihrem Schlussfazit. Viel Kommunikation und Mut neue Dinge auszuprobieren, helfen dabei die vielfältigen HR-Themen stetig weiterzuentwickeln.

Im Anschluss des Impulses tauschten sich rund 15 Personalverantwortliche zu ihren Erfahrungen im HR-Bereich aus. So wurden Tipps geteilt, welche Software für die Lohnabrechnung praktikabel ist, wie Beschäftigte als Multiplikatoren für das eigene Recruiting genutzt werden können oder wie das Thema Weiterbildung umgesetzt wird.

Sie haben das Personalercamp verpasst? HIER gelangen Sie zur Zusammenfassung inkl. Videoimpuls von Franziska Stadie sowie weiterführenden Informationen zu Personalerthemen.

Die nächsten Termine:

24.1.2023 | 10 - 11 Uhr | Personalerimpuls: Ausbildung neudenken

23.2.2023 | 10 - 11 Uhr | Personalerimpuls: Grundbildung ist Personalentwicklung

9.3.2023 | 10 - 11 Uhr | Personalerimpuls: Wie attraktiv und innovativ sind wir als Unternehmen?
„Aktuelle Informationen für Unternehmen im Überblick“ wurde mit Unterstützung durch den Weiterbildungsverbund WeDiKo erarbeitet.

Wir haben die Informationen nach bestem Wissen und Gewissen mit Stand 8.12.2022 für Sie zusammengestellt.

Zum Download gelangen Sie hier.
Am 30. November kam der Arbeitskreis Personal zum letzten Mal in 2022 zusammen. Nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichtes (BAG) vom 13.09.2022 sind Arbeitgeber verpflichtet, ein digitales System einzuführen, mit dem die geleistete Arbeitszeit aller Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen erfasst wird. Dabei beruft sich das BAG auf das auf die europarechtskonforme Auslegung des Arbeitsschutzgesetzes und damit auf das EuGH-Urteil aus Mai 2019. Die Zeiterfassung ist Deutschland aktuell verpflichtend, jedoch wurde noch kein Strafmaß für die Nichteinhaltung festgelegt. Dieses soll jedoch nachgeholt werden und somit wird allen Unternehmen dringend empfohlen ein Zeiterfassungssystem einzuführen.
In der Praxis jedoch führen flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorte, welche in vielen Unternehmen bereits umgesetzt werden, zu Konfliktfeldern bei der Zeiterfassung. Außerdem arbeiten viele Beschäftigte aufgrund ihrer Tätigkeit nicht an einem zentralen Ort, sondern haben wechselnde Arbeitsorte, wie es beispielsweise in der Bau- und Reinigungsbranche gang und gäbe ist.

Genau diesen Problemfeldern stellt sich Gerd Allmendinger, Geschäftsführer der SoftClean GmbH aus Wismar. Gemeinsam mit seinen 28 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bietet er seinen Kunden unterschiedlichste Lösungen zur Zeiterfassung. Dabei zählt die kleine Softwareschmiede zu den Marktführern in diesem Segment und betreut namenhafte Kunden wie etwa Amazon, Siemens, die Bundeswehr und diverse Flughäfen. Die Möglichkeiten der Zeiterfassung sind vielfältig. Von der Time Scan Station, bei der sich die Mitarbeiter beim Betreten oder Verlassen des Gebäudes mittels NFC-Chip oder PIN einloggt, über die Einwahl via eines Festnetzanschlusses oder auch mit dem Smartphone. Gerd Allemndiger gab den Teilnehmenden einen Einblick in die technischen Möglichkeiten und Auskunft auf die Fragen der Gäste, die sich vielfach auf die undurchsichtige rechtliche Situation bezogen.

Falls Sie an einer digitalen Lösung interessiert können Sie gerne Kontakt zum Team von SoftClean aufnehmen. Wir danken Gerd Allmendinger für die erkenntnisreichen Einblicke in die technischen Möglichkeiten und den Teilnehmern und Teilnehmerinnen für das Interesse.
Energie heute, morgen, übermorgen - der Mittelstand macht sich auf den Weg
Zum Unternehmerdialog „Energie heute, morgen und übermorgen – Der Mittelstand macht sich auf den Weg“ trafen sich am 30. November rund 30 Unternehmerinnen und Unternehmer bei der DBL Textil-Service Mecklenburg GmbH in Parchim. Das Thema Energie bewegt die Unternehmerschaft aktuell wie kein anderes - auch im Hinblick auf klimaneutrales und nachhaltiges Wirtschaften wird es weiterhin von hoher Relevanz sein. So wurden beim Unternehmerdialog verschiedene Lösungsansätze für heute, morgen und übermorgen diskutiert. 

Leuchtturm aus der Unternehmenspraxis
Knut Wetzig als Geschäftsführer und Hausherr gab zunächst einen kurzen Einblick in sein Unternehmen. Mit der Gründung 1990 wuchs das Familienunternehmen von einem 2-Mann-Betrieb zum Marktführer mit 200 Beschäftigten im Bereich der Reinigung von Mietberufsbekleidung, den er in zweiter Generation übernahm. Über 2.500 Kunden national und europaweit betreut das Unternehmen mittlerweile. Innovation ist dabei ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. So baute das Unternehmen vor zwei Jahren die erste dampflose Wäscherei in dieser Größenordnung in Deutschland, um Berufsbekleidung noch energieeffizienter zu reinigen. Seit diesem Jahr arbeitet das Unternehmen sogar CO2-neutral, nutzt zu 100% Ökostrom und konnte sich damit erfolgreich zum Thema Nachhaltigkeit zertifizieren. Das Unternehmen ist damit ein Leuchtturm in der Region, doch auch das ließ Knut Wetzig anklingen, die aktuelle Energiekrise geht nicht spurlos an seinem Unternehmen vorbei. 

Zwischen Energie- und Klimakrise
Welche Alternativen gibt es zur effizienten Energieversorgung? Welche Maßnahmen sollten Unternehmen mittel- und langfristig angehen und welche Fördermöglichkeiten gibt es? Was erwartet den Mittelstand bei dem geplanten Energieeffizienzgesetz? Dazu gaben die Energieberater Martin Ebert und Sven Janka von WertE Gesellschaft für Nachhaltigkeit mbH einen interessanten Überblick - nicht ohne den Hinweis, dass neben der Energiekrise auch die Klimakrise einen hohen Veränderungsdruck auf Gesellschaft und Wirtschaft ausübt und neuer Sichtweisen und Lösungen bedarf. Hier zu Präsentation.
Für 2023 sind außerdem neue Förderprogramme im Bereich Energie- und Ressourceneffizienz geplant, gab Energieberater Nico Skiba von Esycon GmbH in seinem Impuls den Anwesenden mit. Zertifizierte Energieberater:innen lotsen durch den Förderdschungel, so können einige Maßnahmen kombiniert werden wie bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (hier in der Übersicht). Einen allgemeinen Überblick zu Förderprogrammen erhalten Sie unter:
www.energiewechsel.de sowie auf www.bafa.de unter dem Themenbereich Energie.

Forschungsansätze zur klimaneutralen Produktionsprozessen
Jan Tschirner, digital zugeschaltet vom Fraunhofer IGP aus Rostock, sprach aus Sicht der Forschung zu technologischen Ansätzen und Möglichkeiten für eine klimaneutrale Produktion und gab spannende Praxisbeispiele zu alternativen Fertigungsprozessen, die weniger Material verbrauchen als auch zu Möglichkeiten wie wasserstoffbetriebene Logistik oder alternatives Verpackungsmaterial.

Grünes Gewerbegebiet Parchim-West
Wie Stadt und Wirtschaft sich gemeinsam den Weg machen können, klimaneutral zu werden, dazu gab Dirk Kempke als Geschäftsführer der Stadtwerke Parchim interessante Einblicke. Ein Großteil der Energieerzeugung erfolgt im Gewerbepark Parchim-West bereits durch Kraft-Wärme-Koppelung und Photovoltaikanlagen, die Fernwärme basiert hingegen auf Biomethan und Holzhackschnitzeln. In Zukunft soll auch Geothermie genutzt werden, so liegt Parchim in einer geologisch günstigen Lage. Das belegen verschiedene Untersuchungen. Energie aus einer Tiefe von rund 2.000 Metern, die bis zu 90 Grad Celsius heiß ist, könne so zum Heizen genutzt werden, berichtete Dirk Kempke über das neue Projekt.

Energieversorgung weitergedacht
“Energiewandel im ländlichen Raum” war das Thema von Robert Clermont, Geschäftsführer der Gesellschaft für regionale Teilhabe und Klimaschutz mbh. Das Schweriner Unternehmen mit 11 Beschäftigten hat sich auf die Entwicklung und Umsetzung von ganzheitlichen Energie- und Klimaschutzkonzepten spezialisiert. Aktuell arbeiten Robert Clermont und sein Team am regionalen Referenzprojekt “Energiedorf Lübesse”. Durch einen Mix an erneuerbaren Energien in Kombination mit dem Power-to-Gas/Liquid Ansatz soll eine lokale Strom- und Wärmeversorgung für Gewerbe- und Wohngebiet sichergestellt als auch eLNG für den Schwerlastverkehr produziert werden. Hier zur Präsentation.

Fazit
Die ländliche Region in MV ist auf einem guten Weg und in manchen sogar Vorreiter in Sachen Energiewende – das zeigt das Beispiel Grünes Gewerbegebiet Parchim und die Planung rund um das Energiedorf Lübesse sehr deutlich. Doch auch das ist kein Geheimnis, teilweise erschweren bürokratische Genehmigungsprozesse als auch die Finanzierbarkeit, die Umstellung auf erneuerbare Energien und klimaneutralere Produktionsverfahren sowie die Umsetzung innovativer gemeinschaftliche Lösungsansätze. Daneben sind fehlende Fachkräfte und Know-how im Bereich Energie, Kreislaufwirtschaft, digitale und grüne Transformation weitere Herausforderungen, die es gemeinsam als Wirtschaft und Politik zu lösen gilt. 

Herzlichen Dank an alle Referenten und ihre interessanten Impulse - vor allem auch an Hausherrn Knut Wetzig für die Einladung vor Ort! 

Ein großer Dank geht ebenfalls an Kerstin Kopp und Arne Rakel von MVeffizient. Das Team von MVeffizient unterstützt Unternehmen in MV bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen, der Nutzung erneuerbarer Energien, E-Mobilität und Wasserstoff. Gern berät Sie das Team zu weiterführenden Themen. Mehr Infos erhalten Sie unter: www.mv-effizient.de. Nächster Termin: 10. Januar 2023 | 17 - 18.30 Uhr "Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Energieeinsparung und Klimaschutz in MV ab 2023? Mehr dazu im kostenfreien MVeffizient-Online-Stammtisch, Anmeldung hier.


Unternehmerzeitung 04/2022

Stellenausschreibung

Projektmitarbeiter/in Zukunftszentrum MV (m/w/d)



Vollzeit am Standort Schwerin (befristet 01.01.2023 – 31.12.2026)

Der Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V. gehört zu den mitgliederstärksten, freiwillig organisierten, allgemeinen und regionalen Arbeitgeberverbänden im Land Mecklenburg-Vorpommern. Wir vertreten derzeit ca. 650 Mitgliedsunternehmen mit rund 20.000 Arbeitnehmer/innen und suchen zum Jahresbeginn 2023 eine/n Mitarbeiter/in im Projekt „Zukunftszentrum MV“ (m/w/d) in Vollzeit.

Als Projektmitarbeiter/in am Standort Schwerin übernehmen Sie die Arbeitsbereichsleitung eines Projektteams zum Informieren und Sensibilisieren von klein- und mittelständischen Unternehmen zu zukunftsrelevanten Themen, wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Fachkräftesicherung. Hierzu erfolgen Beratungen in und für Unternehmen aber auch Veranstaltungen zu diesen Themenfeldern. Das Projektteam setzt sich interdisziplinär zusammen. Sie arbeiten mit Kollegen von Hochschulen, Bildungseinrichtungen und Verbänden aus ganz Mecklenburg-Vorpommern zusammen, wodurch ein guter Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sichergestellt wird. Ihre Aufgabe ist es zudem, die Kooperations- und Netzwerkarbeit mit regionalen und überregionalen Akteuren in MV auszubauen. Darüber hinaus unterstützen Sie bei der Öffentlichkeitsarbeit und der Projekt­verwaltung/-dokumentation.

Sie verfügen über ein abgeschlossenes Hochschulstudium und haben ein Interesse an wirtschafts­nahen Themen? Sie sind kommunikativ, arbeiten gern selbstständig und möchten Ideen entwickeln und umsetzen? Sie haben schon erste Erfahrungen im Netzwerkaufbau und der Öffent­lichkeitsarbeit sammeln können?

Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung und Verstärkung für die kommenden vier Jahre in unserem engagierten Verbandsteam.

Aufgrund der beschriebenen Tätigkeiten ist eine Reisebereitschaft innerhalb von Mecklenburg-Vorpommern erforderlich. Die Stelle ist zum 01.01.2023 zu besetzen, der Arbeitsort ist in Schwerin kann in Kombination mit Mobilem Arbeiten ausgeübt werden, so dass gute Bedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bestehen.

Bewerbungen schicken Sie bitte mit dem Betreff Projektmitarbeiter*in Zukunftszentrum MV / Standort Schwerin per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Post an:

Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V. / Gutenbergstr. 1 / 19061 Schwerin

 
Download Stellenausschreibung:
Projektmitarbeiter/in Zukunftszentrum MV  (m/w/d) 39 h








Traditionell lädt die Interessengemeinschaft der ostdeutschen Unternehmensverbände einmal jährlich zum Austausch mit der Bundespolitik nach Berlin ein. Unser Unternehmerverband ist seit seiner Gründung aktives Mitglied in der Interessengemeinschaft, um auf die besonderen Rahmenbedingungen des Mittelstandes in den neuen Bundesländern, die auch nach 32 Jahren Deutsche Einheit in vielen Bereichen vorhanden sind, hinzuweisen. Nach 2-jähriger Coronapause hatten am 23. November Unternehmerinnen und Unternehmer aus allen neuen Bundesländern nun wieder die Möglichkeit dazu. Über 150 ostdeutsche Unternehmerkolleginnen und Unternehmerkollegen folgten der gemeinsamen Einladung der Verbände in die Vertretung der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg in die Minstergärten nach Berlin.

Zu bereden gab es viel… Die letzten Monate waren erneut unsicher für viele der 22.000 kleinen und mittelständischen Unternehmen, Soloselbstständigen und Freiberufler. Nach Corona folgt nun die Energiekrise mit den all verbundenen Problemen. Diese trifft mit unterschiedlicher Wucht auf die verschiedenen Branchen, aber für viele ostdeutsche Unternehmen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Historie ist das vielfach existenzbedrohend.

Schon in der Eröffnungsrede durch Dr. Burkhardt Greiff, Sprecher der Interessengemeinschaft und Präsident des Unternehmerverbandes Brandenburg-Berlin e.V. wurde mehr als deutlich, was die Wirtschaft bewegt. Vor allem die gewerbliche Wirtschaft im Osten steht vor der stärksten rezessiven Zuspitzung der vergangenen zwei Jahrzehnte. Der Geschäftsklimaindex bricht massiv ein und fällt damit auf ein Allzeittief (langjähriger Mittelwert: 112 Punkte). Die Unternehmen sind gezwungen, ihre Pläne für Investitionen, Beschäftigung und Export in den kommenden zwölf Monaten radikal nach unten zu korrigieren. Und das Hin und Herr der Politik in Sachen Energieversorgung und Energiepreisen trägt wenig dazu bei, ein Mindestmaß an Planungssicherheut zu bekommen.

Der geplante Beitrag von Carsten Schneider, Staatsminister und Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland sollte neben einer Bestandaufnahme diese Themen aufgreifen. Seine sehr kurzfristige Absage ermöglichte dann jedoch eine intensivere Diskussion mit den Podiumsgästen, die dann auch sehr intensiv und kontrovers geführt wurde. Unter der gekonnten Moderation von Alexander Budweg, Korrespondent im MDR Hauptstadtstudio diskutierten:
  • Dr. Dietmar Bartsch, MdB (Die Linke)
  • Leif-Erik Holm, MdB (AfD)
  • Dr. Paula Piechotta, MdB (Die Grünen)
  • Hagen Reinhold, MdB (FDP)
  • Jana Schimke, MdB (CDU)
  • Katrin Zschau, MdB (SPD)
Deutlich im Schulterschluss traten die Abgeordneten der Ampelkoalition auf, immer wieder stark herausgefordert von den Vertretern der Oppositionsparteien und auch den Unternehmern im Publikum. Der Blick junger und vor allem grüner Politiker auf die Wirtschaft, insbesondere auf die ostdeutsche Wirtschaft, schien dann doch vielen zu naiv. Das Ringen um Lösungen für Wege aus der Krise einte jedoch alle im Saal, auch wenn die Ansichten über das „Wie“ weit auseinander gingen. Hagen Reinhold plädierte dann auch für mehr Verständnis, denn das Wesen einer Krise sei ja, dass es schwierig ist, Lösungen zu finden, sonst wäre es ja keine Krise.

Im Nachgang standen direkter Austausch und Netzwerken im Mittelpunkt. Immerhin folgten noch 15 weitere Bundestagsabgeordnete aus den ostdeutschen Bundesländern aller Parteien der Einladung und standen für weitere Gespräche zur Verfügung. Dieses Angebot nutzten die Unternehmerinnen und Unternehmer bis spät in den Abend hinein rege. Thema in vielen Gesprächen: Wie kann die ostdeutsche Wirtschaft mit ihren besonderen Bedingungen im Bund besser vertreten werden? Was verhindert, dass Politiker mit ostdeutscher Biografie in Ämter gelangen, um sich dort für Ostdeutschland stärker einsetzen zu können? Wie lösen wir die gewaltigen Herausforderungen bei der Energieversorgung und deren Bezahlbarkeit?

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Am 27. Oktober 2022 waren wir zu Gast in der geschichtsträchtigen Boxhalle des BC Traktor Schwerin in Palmberg Arena. Die rund 20 Unternehmerinnen hatten an diesem Abend die Möglichkeit, sich in kleiner Runde mit der Staatsministerin Reem Alabali-Radovan offen auszutauschen. Die Schwerinerin war bis 2021 Integrationsbeauftragte der Landesregierung M-V und seit 12/2021 im Bundestag als Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration tätig. Darüber hinaus ist sie seit 02/2022 auch die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus.

Sie berichtete frei heraus über ihren Werdegang in der Politik und warum eine politische Karriere manchmal etwas mit Glück und dem richtigen Timing zu tun hat. Auch die Frage „Wie kann es zukünftig den Unternehmen und der Gesellschaft in MV gelingen, ohne Rassismus und Ausgrenzung eine gute Arbeitskräftesicherung in MV zu betreiben?“ wurde an diesem Abend ausgiebig diskutiert. Reem Alabali-Radovan, selbst leidenschaftliche Freizeitboxerin, kam 1996 als Kind mit ihrer Familie aus dem Irak nach Mecklenburg-Vorpommern, wo sie Asyl erhielt. Sie berichtete über ihre beruflichen Erfahrungen in den örtlichen Erstaufnahmeeinrichtungen und dass es eine Stärkung des Ehrenamtes für eine nachhaltige Integration braucht. Sportvereine, wie beispielsweise der BC Traktor Schwerin, sind häufig die einzigen Anlaufpunkte für ausländische Kinder und Jugendliche außerhalb ihrer Familien. In dem Projekt „Boxen statt Gewalt“ erfahren sie durch sportliche Erfolge Anerkennung und lernen, dass sich Leistung lohnt.

Ein weiteres wichtiges Diskussionsthema war der Anstieg von Hass und Hetze in sozialen Medien. Gerade kleine Unternehmen ohne eigene Marketingabteilung sind häufig von der Flut an diskriminierenden Nachrichten und Kommentaren überfordert und ziehen sich daher zunehmend aus den sozialen Netzwerken zurück, aus Angst etwas falsch zu machen.

Die Veranstaltung wurde unterstützt durch das Projekt Zukunftszentrum MV.