Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.
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 Kompass M-V „Richtungswechsel mit Rückenwind“

Das Projekt Kompass M-V ist ein durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördertes Verbundprojekt mit einer Laufzeit vom 01.01.2021 - 31.12.2023. Bestehende Verbundpartner sind der Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V., die Hochschule Wismar und die Universität Rostock.

Mit dem Projekt verfolgen die Verbundpartner das Ziel, das Potenzial von Studienabbrecher*innen zur Schließung der wachsenden Fachkräftelücke in Mecklenburg-Vorpommern zu nutzen. Dazu sollen Studienabbrecher*innen und Studienzweifler*innen zum einen mögliche Perspektiven im Land aufgezeigt werden, um sie an die Region zu binden. Zum anderen sollen der Zielgruppe bereits bestehende regionale Beratungsangebote aufgezeigt werden, welche sie bei der Suche nach einer neuen Perspektive unterstützen können. Zu diesem Zweck wird eine zentrale Anlaufstelle für Studienabbrecher*innen und Studienzweifler*innen in Form einer Landing Page aufgebaut.

Des Weiteren stehen die Beratungsakteure im Fokus der Projektarbeit. Durch den Aufbau von regionalen Netzwerken an allen Hochschulstandorten in Mecklenburg-Vorpommern soll die Zusammenarbeit unter den Akteuren verbessert und weiter ausgebaut werden. Zusätzlich werden für die Beratungsakteure und das wissenschaftliche Lehrpersonal Schulungen angeboten, die spezielle Themen der Beratung von Studienabbrecher*innen thematisieren. Hierzu werden zunächst die Wünsche und Bedarfe der Akteure abgefragt um passgenaue Konzepte erstellen zu können.

Ferner wird gemeinsam mit den Projektpartnern eine landesweite Strategie zum Umgang mit dem Thema Studienabbruch in Mecklenburg-Vorpommern konzipiert und umgesetzt, um den Bedarfen an den Hochschulstandorten gerecht zu werden, die Bedürfnisse der einzelnen Akteure zu berücksichtigen und eine nachhaltige Implementierung der einzelnen Strategieelemente zu erreichen.



Ansprechpartner: Matthias Körber
Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.
Projektmitarbeiter / Öffentlichkeitsarbeit / Regionale Netzwerke / Kommunikation Hochschule - Wirtschaft
Tel.: 0152 | 03047514 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!





 Kompass M-V „Richtungswechsel mit Rückenwind“

Das Projekt Kompass M-V ist ein durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördertes Verbundprojekt mit einer Laufzeit vom 01.01.2021 - 31.12.2023. Bestehende Verbundpartner sind der Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V., die Hochschule Wismar und die Universität Rostock.

Mit dem Projekt verfolgen die Verbundpartner das Ziel, das Potenzial von Studienabbrecher*innen zur Schließung der wachsenden Fachkräftelücke in Mecklenburg-Vorpommern zu nutzen. Dazu sollen Studienabbrecher*innen und Studienzweifler*innen zum einen mögliche Perspektiven im Land aufgezeigt werden, um sie an die Region zu binden. Zum anderen sollen der Zielgruppe bereits bestehende regionale Beratungsangebote aufgezeigt werden, welche sie bei der Suche nach einer neuen Perspektive unterstützen können. Zu diesem Zweck wird eine zentrale Anlaufstelle für Studienabbrecher*innen und Studienzweifler*innen in Form einer Landing Page aufgebaut.

Des Weiteren stehen die Beratungsakteure im Fokus der Projektarbeit. Durch den Aufbau von regionalen Netzwerken an allen Hochschulstandorten in Mecklenburg-Vorpommern soll die Zusammenarbeit unter den Akteuren verbessert und weiter ausgebaut werden. Zusätzlich werden für die Beratungsakteure und das wissenschaftliche Lehrpersonal Schulungen angeboten, die spezielle Themen der Beratung von Studienabbrecher*innen thematisieren. Hierzu werden zunächst die Wünsche und Bedarfe der Akteure abgefragt um passgenaue Konzepte erstellen zu können.

Ferner wird gemeinsam mit den Projektpartnern eine landesweite Strategie zum Umgang mit dem Thema Studienabbruch in Mecklenburg-Vorpommern konzipiert und umgesetzt, um den Bedarfen an den Hochschulstandorten gerecht zu werden, die Bedürfnisse der einzelnen Akteure zu berücksichtigen und eine nachhaltige Implementierung der einzelnen Strategieelemente zu erreichen.



Ansprechpartner: Matthias Körber
Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.
Projektmitarbeiter / Öffentlichkeitsarbeit / Regionale Netzwerke / Kommunikation Hochschule - Wirtschaft
Tel.: 0152 | 03047514 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!





Zahlen & Fakten


An deutschen Hochschulen bricht fast jeder Dritte in der Frühphase sein Studium ab und muss sich neu orientieren. Nach einer in 2019 veröffentlichten, bundesweit repräsentativen Studie liegt die Abbruchquote bei Bachelor-Studenten bei 28 Prozent. Während die Quote bei 32 Prozent liegt, ist sie an Fachhochschulen mit 25 Prozent deutlich geringer. Knapp die Hälfte aller AbbrecherInnen verlassen in den ersten beiden Semestern die Hochschule, weitere 29 Prozent in den höheren Semestern. Ein halbes Jahr nach dem Abschied von der Hochschule hätten 30 Prozent eine Berufsausbildung aufgenommen, 30 Prozent seien erwerbstätig. Die vom Bundesforschungsministerium geförderte repräsentative Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) nennt auch Motive von Studienabbrechern. Unter denjenigen, die ein Bachelor-Studium ohne Abschluss beendeten, seien „unbewältigte Leistungsanforderungen“ der Hauptgrund (30 Prozent) vor mangelnder Motivation (17 Prozent). Für 15 Prozent ist der Wunsch nach mehr Praxis entscheidend. 

Team & Partner

Das Verbund-Team besteht aus qualifizierten Beratern an der Hochschule Wismar, der Universität Rostock und des Unternehmerverbands Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V. Der Verbund arbeitet eng mit der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin, der Handwerkskammer Schwerin, dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft, dem Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT MV, dem Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg e.V., der Agentur für Arbeit Schwerin, der Agentur für Arbeit Rostock, sowie den Hochschulen des Landes zusammen und nutzen somit das breite Spektrum bei der Unterstützung in einen alternativen Bildungsweg. .

Das Projekt wird gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Dienstag, 19. Januar 2021

JOPSTARTER-Projekt ask for change II

StudienzweiflerInnen und StudienabbrecherInnen neue Perspektiven bieten 

StudienzweiflerInnen frühzeitig ansprechen und für alternative duale Ausbildungswege sensibilisieren, sie für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Region öffnen waren die Eckpfeiler des JOBSTARTER plus-Projektes „ask for change II“. Unter der Leitung des Unternehmerverbandes Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V. arbeitetenn die Hochschule Wismar und die Universität Rostock, dort der Lehrstuhl für Wirtschafts- und Gründungspädagogik im Verbund zusammen. In der Zusammenarbeit widmeten sich Hochschule und Universität schwerpunktmäßig dem Zugang zur Zielgruppe und der Erstberatung. Der Unternehmerverband verantwortete in enger Abstimmung mit der Agentur für Arbeit, den Kammern und Netzwerkpartnern den Zugang und die Vermittlung in den regionalen Ausbildungsmarkt.

Das Projekt hatte eine Laufzeit von 3 Jahren in dem Zeitraum von 2018-2020. Als Folgeprojekte stellte sich das projektteam neu auf und gewann nun  nun auch die Universität Rostock als verbundpartner, wodurch die Zielregion Westmecklenburg um die Region Rostock-Mittleres Mecklenburg erweitert wurde. Der Unternehmerverband agierte als Schnittstelle zur Wirtschaft und übernimmt die Koordinierung des Verbundes. Während der projektlaufzeit konnten viele leine und mittelere Betriebe bei der Gewinnung von Studienabbrern und Studienabbrecherinnen ducrh den Unternehmerverband beraten und Unterstützt werden.

Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds. Interssante Erkenntnisse zur Zielgruppe und Erfahrungswerte sind auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zusammen getragen worden. Aus der gemeinsamen Arbeit haben sich zudem wertvolle Praxistipps ergeben, die Ihnen als Arbeitshilfe dienen können.
Kita - Schulen - Berufsschulen - Studium - Weiterbildung: die Politik muss endlich ihre Hausaufgaben machen!

Dass der Lock-Down verlängert wird, war bereits abzusehen. Während die Wirtschaft nicht nur erst seit Corona geübt ist, mit unvorhergesehenen Widrigkeiten umzugehen und schnell alternative Ideen entwickelt, um den eigenen Betrieb am Laufen zu halten, ist es scheinbar für öffentliche Betreuungs- und Bildungseinrichtungen ein unlösbares Problem. Doch man muss an dieser Stelle ganz klar differenzieren, nicht die Kitas und Schulen selbst tragen die Verantwortung dafür, sondern allein die Politik, die sich mit halbherzigen Entscheidungen und ohne Konzept von Woche zu Woche weiterhangelt. Eine klare Ansage mit Strategie würde hier viel Kraft sparen – die man sinnvoller nutzen könnte. Planungssicherheit ist dringend nötig. Die Kinder sind die Leidtragenden in dieser Situation. Widerstand wird jedoch kaum von ihnen zu erwarten sein, denn sie verlassen sich darauf, dass die Erwachsenen die richtigen Entscheidungen treffen werden.

Unsere Kinder sollen die immer komplexer werdenden Herausforderungen in der Zukunft meistern und werden als nächste Generation für die Stabilität unserer Gesellschaft dringend gebraucht. Für die Wirtschaft sind sie die Fachkräfte von morgen und als solche sind sie auf eine zeitgemäße Bildung angewiesen. Neben den Betreuungsproblemen von schulpflichtigen Kindern fielen und fallen in der Corona-Krise auch wesentliche Inhalte in der schulischen aber auch beruflichen Bildung unter den Tisch. Berufs- und Studienorientierung, Sozial- und Betriebspraktika, Berufsschulunterricht der AZUBIs – alles ein Problem. Bildungsexperten warnen vor einem „Bildungsloch Corona“ - dass übrigens seit fast einem Jahr – Lehrergewerk­schaften, Elternvertretungen, Bildungsexperten und auch Schülerinnen und Schüler sind sich da übereinstimmend einig: Die Politik bekommt den schwerfälligen Apparat „Bildungssystem“ nicht in den Griff.

Die Pressemitteilung als pdf. können Sie hier einsehen.

Wie die nächsten Wochen aussehen sollen, wird kontrovers diskutiert. Ob Ferien vorgezogen oder verlängert werden sollen, ob unwichtige Fächer oder Inhalte gestrichen werden oder sogar ein „extra Jahr“ eingeführt werden soll. Alles vage, sicher ist dabei nur, dass weiter auf unbestimmte Zeit Home-Schooling stattfinden wird. Doch nicht jedes Elternteil hat die Möglichkeit, Home-Office zu machen und dazu parallel die eigenen Kinder zu unterrichten – wofür sie der Arbeitgeber im Übrigen auch nicht bezahlt. Hier muss dringend nachgebessert werden, denn Schließungen von Kitas und Schulen, stellen vor allem klein- und mittelständische Unternehmen vor das Problem, die Arbeit zu organisieren und gerecht zu verteilen.

Auch wenn Abschlussjahrgänge, Azubis und Studierende in der Regel eigenständiger lernen können, darf es nicht dazu kommen, dass aufgrund von Straffung von Unterrichtsinhalten, einer schlechten digitalen Aufbereitung von Lernstoffen und mangelnden digitalen Lernbegleitung oder der Verschiebung von Prüfungen, die Ausbildungsqualität nachlässt und Prüfungen nur schlecht oder gar nicht bewältigt werden können. Diese jungen Menschen sehen ihre angestrebten Abschlüsse in Gefahr. In dies nicht nur, diesen überhaupt zu erlangen, sondern auch mit Blick auf das mögliche Ergebnis und die damit verbundenen Chancen. So bleiben Schüler, Azubis und Studierende unverschuldet unter ihrem Potenzial und müssen Zukunftsträume beerdigen. Die angestrebten Ausbildungsplätze oder der Wunschstudienplatz, hängt im deutschen Bildungssystem von den Abschlussnoten und weniger von den wirklich erlangten Fähigkeiten und Fertigkeiten ab.

Dabei lässt sich feststellen, dass bei Schulen in freier Trägerschaft, bei betrieblicher Ausbildung in Kooperation mit privaten Bildungsdienstleistern und auch in privaten Hochschulen nach einer Anpassungsphase das Bildungsangebot mittlerweile fast reibungslos funktioniert, während es weiter in den staatlichen Bildungseinrichtungen hakt.

Das Thema digitale Bildung stand schon viele Jahre auf der Agenda – eine praxistaugliche und flächendeckende Umsetzung wurde jedoch verschleppt. Aus dem mittlerweile über 7 Mrd. Euro schweren DigitalPakt Schule und seinen zusätzlichen Corona-Programmen wurde bisher nur ein schwindend geringer Bruchteil abgerufen. Nach Schätzung von Experten sind es weniger als 10%. Hauptsächlicher Grund: bürokratische Hürden wie die zeitaufwendige Erstellung von Medienbildungskonzepten bei fehlender Unterstützung und/oder mangelnder Fachkompetenzen im Bereich digitaler Bildung.

UV-Präsident Thomas Tweer: „Kita und Schulen brauchen Vorlaufzeit für Planung und Organisation. Es frustrierend für Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerschaft und Eltern gleichermaßen kurzfristige Entscheidungen quasi über Nacht umzusetzen. Das war bereits im vergangenen Frühjahr nicht hilfreich. Leider wurden die letzten Monate nicht genutzt, um mit Kitas und Schulen gemeinsam pragmatische Regelungen zu finden, wie im Fall von Corona-Fällen geschweige einem weiteren Lock-Down einheitlich zu verfahren ist. Die kurzfristig umzusetzenden Entscheidungen rauben unglaublich viel Energie – auf allen Seiten. Diese Kritik geht eindeutig an die politischen Verantwortlichen, denn es gibt viel engagierte Erzieherinnen und Erzieher, Schulleiterinnen und Schulleiter und auch Eltern, die sich verantwortlich fühlen, einen guten Job zu machen und das mit ihren verfügbaren Mitteln und Möglichkeiten bestmöglich versuchen umzusetzen. Wir erwarten daher von der Politik, dass sie sich endlich ihren bildungspolitischen Aufgaben annimmt, Konzepte erarbeitet, die Präsenzunterricht als auch digitalen Unterricht ermöglichen. Es geht hier nicht nur um reine Betreuungsangebote, sondern um die Bildung unserer Kinder, um unsere Zukunft von heute und morgen, das sollte endlich Chefsache werden!“

Verbandsgeschäftsführerin Pamela Buggenhagen ergänzt: „Corona hat die Mängel des Bildungssystems auf verschiedene Weise offengelegt. Es ist nicht zielführend, nach Fehlern und Verantwortlichkeiten der Vergangenheit zu suchen, sondern nach Lösungen für jetzt und die Zukunft. Dazu gehört es Bildung neu zu denken, der Bildungsföderalismus aus dem vorletzten Jahrhundert hat sich überholt. Aktuelle Lehrpläne decken heute unzureichend ab, was Heranwachsende an Wissen und Fähigkeiten brauchen, um ihre und die Zukunft erfolgreich gestalten zu können. Wissen vervielfacht sich durch die Digitalisierung rasend schnell, Lehrpläne veralten schon beim Erstellen. Für Lehrerfortbildungen gilt dasselbe. Das enge Zusammenspiel von Bildung, Gesellschaft und Wirtschaft fehlt. Jeder denkt und handelt in seinem Ressort. Wir reden über Wirtschaft 4.0 und diskutieren über Vor- und Nachteile von Arbeitswelt 4.0, sind aber in Bildungsfragen noch in der Steinzeit. Wir brauchen entrümpelte Lehrpläne, zeitgemäße Lerninhalte und moderne Lernformate. Bei allem muss deutlich mehr Praxisbezug und praxisnahes Lernen eine Rolle spielen. In der Bildung können wir nicht weiter im Dämmerschlafmodus verharren. Es gibt viele tolle Ideen und Konzepte. Schauen wir zu den privaten Anbietern oder unseren skandinavischen und baltischen Nachbarn.“

Vize-UV-Präsidentin Dagmar Hoffmann: „Zum Sommer- und Wintersemester in 2020 wurden insgesamt mehr Fernstudierende als jemals zuvor an der Hochschule Wismar eingeschrieben. Vor allem über praxisrelevante Inhalte, App-basiertes Onlinestudium und ein hohes Servicelevel verlieren wir auch in Corona-Zeiten den Kontakt nicht zu unseren Studierenden und können helfen, wenn Probleme auftauchen oder Fragen entstehen. Unabhängig von Corona, ist für immer mehr Menschen das Fernstudium eines der zentralen Instrumente der Weiterbildung und des beruflichen Fortschrittes geworden. Aber auch andere kürzere Qualifizierungsangebote werden immer wichtiger – für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen. Hier sollte die Politik mehr Geld für in die Hand nehmen, sei es über die Finanzierung von Bildungsurlaub oder Bildungsprämien und -gutscheinen. Aber auch die Bildungsdienstleister selbst könnten noch professioneller agieren, wenn die Qualifizierung ihrer Beschäftigten finanziell unterstützt würde. “

 
V.i.S.d.P.: Pamela Buggenhagen / Geschäftsführerin
Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,

mit Unternehmergeist und Optimismus wollen wir ins neue Jahr starten! Auch wenn Corona uns weiter begleitet, bleiben wir positiv. Die letzten Monate haben gezeigt, dass vor allem der Mittelstand sich gegenseitig stützt und pragmatische Lösungen mit der Politik versucht zu finden. Immer mit dem Ziel, die Unternehmen und damit Arbeitsplätze zu sichern. Dennoch wird auch das kommende Jahr viele Herausforderungen für uns Unternehmerinnen und Unternehmer bereit halten. Aber mit Zuversicht und Mut werden das auch gemeinsam meistern! Als Interessensvertretung sind wir Ihr Sprachrohr und werden weiter dafür kämpfen, für all die unterschiedlichsten Auswirkungen der Corona-Krise in Ihren Unternehmen Lösungen zu finden!

Ein Ansatz für die Corona-Zeit und erst recht danach finden sich auch in der letzten Ausgabe unserer Unternehmerzeitung. „Global denken - regional handeln“ haben wir als Titelthema gewählt, mit vielen Stimmen aus der Unternehmerschaft! Haben Sie konkrete Probleme oder auch Lösungsansätze, kontaktieren Sie uns gern!


Im Gespräch mit Thomas Böhm von TV:Schwerin zieht Präsident Thomas Tweer außerdem Bilanz für das Jahr 2020. Das vergangene Jahr hat besonders die mittelständische Wirtschaft vor große Herausforderungen gestellt. Das Interview finden Sie hier in voller Länge.
Der Unternehmerverband in der Verbandsregion Ludwigslust-Parchim begrüßt herzlich 5 neue Mitglieder in seinen Reihen. Wir führen diese in der Reihenfolge des Eintritts in den Verband auf:

1. Marko Zabel, Transporte und Umzüge, Marko Zabel, Kreiener Chaussee 8, 19386 Lübz 

2. Gewerbepark Wanzlitz GmbH & Co. KG, Simon C. Marquardt, Ausbau 3, 19300 Wanzlitz

3. SymPuls Unternehmens-Entwicklung, Rolf Ribbe, Heikendorfer Weg 35, 24149 Kiel

4. APEX Energy Teterow GmbH, Mathias Hehmann, Hans-Adam-Allee 1, 18299 Rostock-Laage

5. Debeka-Servicebüro Boizenburg, Thomas Krienke, Dr.-Alexander-Str. 78, 19258 Boizenburg

Damit hat der Unternehmerverband in der Verbandsregion Ludwigslust-Parchim in nur knapp 8 Monaten 2020 (Ausgangsbeschränkungen, Kontakteinschränkungen für den Geschäftsstellenleiter auf Grund Corona-Situation), trotz der Verunsicherungen im Markt, 20 neue Mitglieder gewonnen. 345 Mitgliedsunternehmen sind in der Region jetzt aktiv organisiert.


Donnerstag, 17. Dezember 2020

Arbeitsrecht Rechtsprechung 2020

Unsere Verbandsjuristin Carolin Hegewald hat alle wichtigsten Entscheidungen aus dem Arbeitsrecht des EuGH, BAG und LAG MV aus dem Jahr 2020 hier zusammengefasst. 

Die arbeitsrechtliche Beratung und Vertretung der Mitglieder gehört seit Bestehen unseres Verbandes zum Dienstleistungsangebot. In diesen Bereich fallen Beratungen zur Gestaltung von Arbeitsrechtsbeziehungen, die Erarbeitung firmenspezifischer Arbeitsanweisungen, aber auch der Ausspruch und die Umsetzung notwendiger disziplinarischer Maßnahmen bis hin zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen. Es erfolgt eine arbeitsrechtliche Prozessvertretung sowie natürlich auch die Unterstützung einer außergerichtlichen Streitbeilegung. 

Bei weiteren Fragen rund um arbeitsrechtliche Themen wenden Sie sich daher gern an Carolin Hegewald | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | 0385 - 55 74 778.

Unternehmerzeitung 4/2020

Das Netzwerk für Jungunternehmer verabschiedete sich heute für 2020 digital in die Vorweihnachtszeit und freut sich auf ein Wiedersehen im Jahr 2021 – hoffentlich dann bald wieder offline möglich! Monika Brüning von Fuchs & Partner Steuerberatungsgesellschaft mbH schilderte Details zu den aktuellen Überbrückungshilfen. Passend zur vorweihnachtlichen Stimmung präsentierte sie noch Möglichkeiten für steuervergünstigte Prämien sowie Weihnachtsgeschenke. Wer weiterhin auf dem aktuellen Stand bleiben möchte, kann sich auch gern für das kostenfreie Webinar von Fuchs & Partner anmelden (https://register.gotowebinar.com/register/2220477337534974221). Im Anschluss präsentierte Kevin Friedersdorf von MANDARIN MEDIEN GmbH die brandneue und innovative Moin!App, die als interaktives Kommunikationstool für Unternehmen konzipiert ist und so den Austausch sowie die Mitarbeiterbindung noch effektiver ermöglichen als auch fördern soll.

Wir bedanken uns bei den beiden Referenten für deren Input und wünschen allen einen schönen zweiten Advent
„Being in continuous Innovation and Growing“ - kurz BE.CO.M.IN.G. - ist der Titel unseres neuen Projektes im Programm Erasmus+ zusammen mit unserem Verbund-Projektleiter RegioVision GmbH Schwerin. Übersetzt, bedeutet BE.CO.M.IN.G. soviel wie „Beständig Lernen und Wachsen“. Gemeinsam mit sieben weiteren Partnern aus Deutschland, Italien und der Tschechischen Republik wollen wir Materialien und Methoden entwickeln und testen, die das lebenslange Lernen fördern. Unsere technologisch schnelllebige Zeit ist dadurch gekennzeichnet, dass berufliche Erfahrungen rasch veralten. Ganze Berufsbilder sind bereits komplett verschwunden, in vielen anderen Berufen gehört ständiges Lernen und Weiterbilden längst zum Standard. In anderen Bereichen – vor allem dort, wo eine vergleichsweise geringe Qualifikation erforderlich ist – muss das Verständnis für die Notwendigkeit lebenslangen Lernens jedoch erst noch entwickelt werden. Hier möchte das Projekt ansetzen und im Speziellen klein- und mittelständischen Unternehmen und ihren Beschäftigten Beratung und Unterstützung bieten. Interessant ist hier der Blick aus verschiedenen Perspektiven. Die Bildungssysteme und ihre Strukturen unterscheiden sich in den einzelnen Ländern im Detail stark, obwohl die Herausforderungen gleich sind. Und wie zu erwarten ist, hat auch die aktuelle Corona-Pandemie Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und Wirtschaftswelt vor Ort. Am 26. November traf sich das Team daher zum ersten Austausch digital über Zoom. Dank digitaler Tools waren das Kennenlernen und das gemeinsame Brainstormen unkompliziert möglich und erste Arbeitsergebnisse konnten festgehalten werden. So wird in Kürze eine eigene Homepage online gehen, die es ermöglicht direkt mit den europäischen Partnern in Kontakt zu treten als auch an transnationalen Veranstaltungen teilzunehmen. Bleiben Sie also gespannt! 

Wir danken dem Team von RegioVision für den spannenden Austausch und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit:

Tschechien:
- INSTITUT INPRO, a.s. 
- Asociace malých a středních podniků a živnostníků České republiky (AMSP ČR) | Verband der kleinen und mittleren Unternehmen und Selbständigen der Tschechischen Republik (AMSP CR)

Italien: 
- ilmiolavoro srl 
- Confederazione nazionale dellàrtigianato e della piccola e media impresa Abruzzo (CNA Abruzzo) | Nationaler Verband der Handwerker und kleinen und mittleren Unternehmen in den Abruzzen (CNA Abruzzo)
- ROSCIOLI DEVELOPMENT SRL als Unternehmensberater 

Deutschland:
RegionVision GmbH Schwerin | Verbund-Projektleiter
WFS Bildung gUG
- Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.


Das Projekt BE.CO.M.IN.G. hat eine Projektlaufzeit von Oktober 2020 bis Juni 2023 und ist kofinanziert durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union. 

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Novemberhilfen können ab sofort online beantragt werden

Wir informieren zur außerordentlichen Wirtschaftshilfe, auch "Novemberhilfe" genannt. Die Unterstützung ist für betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen gedacht, denen aufgrund der staatlichen Anordnung das Geschäft untersagt wird bzw. aufgrund von bestehenden Anordnungen bereits untersagt ist.
 
Hier finden Sie die FAQ zur Beantragung der Novemberhilfen im Detail. Sie sind als Hintergrundinformationen für Antragsteller bzw. Steuerberater (inklusive Steuerbevollmächtigten), Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und Rechtsanwälte gedacht. Das Portal für den Direktantrag der Soloselbstständigen, die bis zu 5.000 Euro beantragen wollen, ist seit heute Nachmittag freigeschaltet und kann ohne prüfende Dritte genutzt werden. In allen anderen Fällen registriert sich Ihr prüfender Dritter auf der bundesweiten Online-Plattform. Die Antragstellung und das Einreichen der Unterlagen laufen digital. Ihr prüfender Dritter kann jederzeit den Bearbeitungsstand Ihres Antrages einsehen. Sobald der Bescheid vorliegt, wird er benachrichtigt. Anträge können bis 31.01.2021 gestellt werden.
 
Die Abschlagszahlung wird einfach und unbürokratisch auf Grundlage des regulären Antrags auf Novemberhilfe gewährt. Ein separater Antrag auf Abschlagszahlung ist nicht notwendig. Das Verfahren der Abschlagszahlung umfasst folgende Punkte:

  • Unternehmen erhalten einen Abschlag in Höhe von bis zu 50 Prozent ihrer beantragten Summe, maximal 10.000 Euro
  • Die Antragstellung für Unternehmen erfolgt über einen prüfenden Dritten.
  • Die Antragstellung und Auszahlung erfolgt voll elektronisch über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Sie finden hier weitere Unterlagen im Detail:
- Vollzugshinweise Novemberhilfen
- Informationsblatt Novemberhilfen (Wirtschaftsministerium MV)
- aktuelle Fassung Winter-Stabilisierungsprogramm MV

Die gewährte Wirtschaftshilfe wird mit bereits erhaltenen staatlichen Leistungen für den Zeitraum, wie z.B. Kurzarbeitergeld oder Überbrückungshilfen, verrechnet. Ebenso mit eventuell späteren Leistungen aus der Überbrückungshilfe.

wir informieren zur außerordentlichen Wirtschaftshilfe, auch "Novemberhilfe" genannt. Die Unterstützung ist für betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen gedacht, denen aufgrund der staatlichen Anordnung das Geschäft untersagt wird bzw. aufgrund von bestehenden Anordnungen bereits untersagt ist.
 
Wir senden Ihnen eine Zusammenstellung (FAQs) zu wesentlichen Fragen in der Handhabung der „Novemberhilfe“. Sie sind als Hintergrundinformationen für Antragsteller bzw. Steuerberater (inklusive Steuerbevollmächtigten), Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und Rechtsanwälte gedacht.
 
Das Portal für den Direktantrag der Soloselbstständigen, die bis zu 5.000 Euro beantragen wollen, ist seit heute Nachmittag freigeschaltet und kann ohne prüfende Dritte genutzt werden.

In allen anderen Fällen registriert sich Ihr prüfender Dritter auf der bundesweiten Online-Plattform. Die Antragstellung und das Einreichen der Unterlagen laufen digital. Ihr prüfender Dritter kann jederzeit den Bearbeitungsstand Ihres Antrages einsehen. Sobald der Bescheid vorliegt, wird er benachrichtigt. Anträge können bis 31.01.2021 gestellt werden.
 
Die Abschlagszahlung wird einfach und unbürokratisch auf Grundlage des regulären Antrags auf Novemberhilfe gewährt. Ein separater Antrag auf Abschlagszahlung ist nicht notwendig. Das Verfahren der Abschlagszahlung umfasst folgende Punkte:

Das Schreiben der regionalen Unternehmerverbände finden Sie hier zum Download.

Am 20.11.2020 fand die digitale Abschlusstagung des Projektes ask for change II statt. Anlässlich des Endes der Förderperiode lud das Projektteam zur Abschlussveranstaltung ein, um noch einmal die vergangenen drei Jahre Revue passieren zu lassen. Der Einladung folgten 40 Teilnehmer, darunter Vertreter der Politik, Kammern, Unternehmer, Hochschulen des Landes und Partnerprojekte aus anderen Bundesländern.
Nach einer Begrüßung durch die Projektleitung informierte Projektmitarbeiterin Dr. Katharina Peinemann die Gäste über aktuelle Befunde aus der Forschung zum Thema Studienabbruch. Des Weiteren wurden die erarbeitenden Instrumente offziell an die Projektpartner übergeben und das Leuchtturmprojekt Quickstart Sachsen gab ein interessanten Einblick in die Projektarbeit an den sächsischen Hochschulen. Ein Highlight war das Live-Interview mit einem ehemaligen Studienabbrecher, welcher über das Projekt in eine Ausbildung vermittelt wurde und mittlerweile die Ausbildung beendet hat. Mit seiner offenen Art gab Kevin Niemann einen Einblick aus Sicht eines Studienabbrecher und begeisterte so das Plenum. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Videozusammenschnitt, in dem sich mehrere Projektpartner zu Erfahrungen mit ask for change II äußerten. Ferner machten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen rege von der Möglichkeit Gebrauch, Wünsche für das Thema Studienabbruch in MV auf der digitalen Pinnwand zu formulieren. Das Ergebnis macht deutlich, dass bereits durch die Projektarbeit viele wichtige Schritte unternommen worden, aber auch noch viele offene "Baustellen" vorhanden sind.

Das Projektteam bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen, Teilnehmern und Referenten für die aktive Beteiligung und bei allen Partnern für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren.

Freitag, 20. November 2020

Novemberhilfen - Antragsverfahren

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat heute Nachmittag weitere detaillierte Informationen zur Abwicklung der Novemberhilfe bekannt gemacht. Die nunmehr bekannten Fakten wurden durch unser Wirtschaftsministerium aufbereitet.

Sie finden die Unterlagen hier im Detail:
- Vollzugshinweise Novemberhilfen
- Informationsblatt Novemberhilfen (Wirtschaftsministerium MV)
- aktuelle Fassung Winter-Stabilisierungsprogramm MV

Donnerstag, 19. November 2020

Corona-Ausbildungsprämie zündet nicht

Hier finden Sie die Pressemitteilung im Detail. 
Ausgangssituation – Die Idee
Bestandspflege ist in der Verbandsregion Ludwigslust-Parchim des Unternehmerverbandes seit jeher einer der wichtigsten Aufgaben. Dafür werden viel Zeit und Aufwand investiert. Anfang November waren bereits 131 Besuche bei Mitgliedsunternehmen in knapp 8 Monaten (2 Monate Ausgangsbeschränkung) zu verzeichnen.
Auf Grund der bekannten Lage mit den Kontakteinschränkungen hatte Regionalgeschäftsstellenleiter Guido Raabe eine Idee. Wie kann seitens des Verbandes Flagge gezeigt werden, obwohl   Besuche vor Ort erheblich eingeschränkt sind? Wie kann der Kontakt trotzdem persönlich gestaltet werden? Die Lösung – Anrufe! Anrufe, die nicht maximal 1 Minute, sondern z.T. 20-30 Minuten dauern!
 

Das Ziel
Es ging nicht darum, Umfragen durchzuführen, Betroffenheit zu analysieren, Diagramme zu erstellen und Zahlenkolonnen. Es ging darum – da zu sein, Flagge zu zeigen, ein offenes Ohr zu haben, sich zu kümmern und bei Bedarf, Unterstützung in geeigneter Form anzubieten.
 

Umsetzung
Einfach anfangen, sagte sich Guido Raabe. Einfach das Gespräch suchen. Zu zeigen, da ist jemand, da wird sich gekümmert. Im Ergebnis kamen ca. 250 Telefonate zusammen. Es sind völlig verschiedene Telefonate im Inhalt. Es gibt kein Raster. Es wird auch emotional, aber oft anders als gedacht. Es sind Momente, in denen das Zuhören eine besondere Bedeutung gewinnt.
Dabei wurden bewusst auch die Firmen integriert, die besonders hart von den Schließungen betroffen waren (sind). Die Gespräche gingen quer durch alle Branchen und Unternehmensgrößen. Adressaten befanden sich in 4 Bundesländern und 4 Landkreisen. Einen Gesprächsleitfaden gab es nicht. Individuell wurde reagiert. Eine Länge von über 20 Minuten keine Seltenheit.
Ein allgemeines Bild lässt sich nicht zeichnen. Es geht von – gar nicht betroffen, sogar mehr Umsatz als vorher – bis Lage, stabil – bis zu großen Schwierigkeiten. Auch innerhalb einer Branche lassen sich völlig verschiedene Wahrnehmungen feststellen. Das eine Unternehmen hat Personalbedarf in zweistelliger Höhe, das andere kommt in Turbulenzen auf Grund Abhängigkeiten von Großkunden, oder internationalen Kunden. Das so viel zu hörende C-Wort (Corona) war bei manchen Gesprächen besser wegzulassen. Ebenfalls das Wort Krise, da die Betroffenheit ja völlig verschieden ist. Positiv ist zu vermerken – keiner hat aufgelegt. Keiner ist dem Gespräch ausgewichen. Das wäre durchaus verständlich, angesichts der komplizierten Lage in manchen Branchen. Es lässt sich auch insgesamt kein allgemeingültiges Urteil fällen. Die Situationen ändern sich z.T. täglich. Förderungen wurden in Anspruch genommen, z.T. Es gab auch Gespräche, bei denen auf Grund der Branche fest von einer Förderung auszugehen war. Diese wird aber nicht benötigt. Der viel beschworene Solidaritätsgedanke ist spürbar gewesen. Diejenigen, die mit den höchsten Umsätzen ihrer Firmengeschichte gut dastehen, baten alle darum, nirgends namentlich genannt zu werden. Die Anzahl dieser Firmen befindet sich im höheren zweistelligen Bereich. Branchenübergreifend wurde die Bedeutung des Personals, von vielen Firmen aufgezeigt. In der Häufigkeit ist das in den letzten 10 Jahren so nicht zu registrieren gewesen.
Die Verunsicherung im Markt ist kennzeichnend. Längerfristige Planungen sind daher kaum zu realisieren.
 

Vernetzung
So gewünscht und passend, sind Mitgliedsunternehmen, wie gewohnt, zueinander geführt worden. Hier denken Unternehmen natürlich über Kreis- und Ländergrenzen hinweg. Sie wollen sich austauschen, kooperieren, miteinander Geschäfte machen. Die große Vielfalt der Region Ludwigslust-Parchim des Unternehmerverbandes, die Mitglieder in 6 Bundesländern und 6 Landkreisen hat, kommt dem entgegen. Die Vernetzung des Verbandes bis in die unmittelbaren Entscheidungsträger wurde angeboten und auch genutzt. So konnten Anliegen von Mitgliedsunternehmen direkt in Besprechungen der Regierung eingebracht werden.
 

Unternehmerverband hält zusammen
Die gleichnamige Aktion des Radiosenders Ostseewelle wurde als Aufhänger genutzt bei der Ansprache von Mitgliedsunternehmen, die schließen mussten, aber noch Angebote online, zum Abholen, oder Lieferservice bieten. In wöchentliche Rundmails wurde das kostenfreie Portal beworben. Hier konnten Mitgliedsunternehmen ihre Angebote einem breiten Publikum vorstellen. Im Telefonat ist auch nochmal darauf hingewiesen worden.
 

Unterstützung
Das in der Region bestehende kostenfreie Serviceangebot im Bereich betriebswirtschaftliche Beratung wurde in den Telefonaten aktiv beworben. Vermittlungen fanden und finden hier vermehrt statt. Die Region kann sich als Dienstleister zeigen. Hier wird unbürokratisch und schnell reagiert. Anfragen kamen teilweise nach 22.00 Uhr, auch Telefonate. Für eine schnelle, flexible Reaktion zeigen sich die Unternehmen dankbar.
 

Ausblick
Die erneute Schließung einiger Branchen stellt manche Unternehmen auf eine weitere, harte Bewährungsprobe. Verstärkt sind Anfragen zu verzeichnen. Ein Fazit gibt es nicht. Die Situation ist nicht vorbei. Der Markt zu unsicher und Entwicklungen nicht absehbar.
 
Da war schon die Anreise ein spannender Aspekt für die Jurymitglieder zur Verleihung des Siegels „Familienfreundliches Unternehmen“. Wanzlitz und dann noch Gewerbepark. Selbst für modernste Navigationsgeräte eine Herausforderung in der Ortung. 

Umso beeindruckender dann, was sich dem Betrachter zeigt. Mehr als 46.000 qm moderne Lager- und Produktionshallen mit Dienstleistungen. Über 100.000 qm Flächen zum Bau neuer Hallen, Flächen oder Produktionen. Der Gewerbepark Wanzlitz (bei Grabow) produziert bereits heute mehr Strom, als im Gewerbepark selbst verbraucht wird. Es gibt einen zweiten Standort des Unternehmens in Hamburg. Am 27. Oktober waren beim Audit zur Zertifizierung „Familienfreundliches Unternehmen“ im Gewerbepark dabei: Manuela Ulrich (Stadt Ludwigslust), Christin Pinnow (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg mbH) und Guido Raabe vom Unternehmerverband. 

Der Geschäftsführer des Gewerbeparks, Simon C. Marquardt, stellte das Unternehmen zunächst vor. Guido Raabe zeigte sich schon vom Motivationsschreiben der Firma sehr angetan. Der Betrieb unterstreicht darin klar, dass er an langfristigen Beschäftigungsverhältnissen interessiert ist. Dies führt zu einer hohen Vertrauensbasis. Daraus resultiert eine enge Bindung zum Unternehmen. Freundschaftliche Verhältnisse zwischen Mitarbeitern entstehen. Der kollegiale Umgang der Beschäftigten wird damit gestärkt. Dass diese Unternehmenskultur auch praktisch gelebt wird, davon konnten sich die Jurymitglieder überzeugen. Gerade der hoch angesiedelte Vertrauensaspekt war wahrnehmbar. Vom Unternehmen waren noch Julia Kröger und Tina Halfar anwesend.  
Die Jury fand auch bemerkenswert, welche Leistungen das kleine Unternehmen seinen Mitarbeitern bietet. Neben Tankgutscheinen sind hier Zuschüsse zur Altersversorgung zu erwähnen. Im nahe gelegenen Dorf, nachdem der Gewerbepark benannt wurde, engagiert sich das Unternehmen mit jährlichen Festen. Es ist Partner der Freiwilligen Feuerwehr Wanzlitz und unterstützt die Feuerwehr-Jugend. Diese kann auf dem Betriebsgelände die Feuerwehrübungen durchführen, um die jungen Anwärter zu fördern. 
Im Unternehmen sind die Positionen Geschäftsleitungsassistenz und künftig auch Vertriebsleitung, jeweils weiblich besetzt und werden in Teilzeit ausgeübt. 
Guido Raabe ist beeindruckt vom angenehmen Betriebsklima, welches in den Gesprächen sofort spürbar war. Noch am gleichen Tag vermittelte er Kontakte zu Mitgliedsunternehmen.  Hierbei ging es u.a. darum, welche Optionen noch bestehen, um Mitarbeiter zu fördern. 

Wir gratulieren herzlich zur Zertifizierung „Familienfreundliches Unternehmen“! Weiter so - das stärkt auch das Unternehmerbild in der Öffentlichkeit!
 
Kein zweiter „Lockdown“ – Unternehmen sind systemrelevant

Wenn die Politik angesichts der steigenden Infektionszahlen mit einem bundesweiten Stillstand droht, dann verunsichert dies in höchstem Maße die hiesige Wirtschaft. Die Folgen eines zweiten und darüber hinaus bundesweiten Lockdowns wären für die Unternehmen und Selbstständigen kaum noch beherrschbar. Gerade aus Sicht weniger betroffener Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern sind regional begrenzte Lockdowns ein akzeptabler und nachvollziehbarer Weg. Nicht nachvollziehbar wäre dagegen, die Lage in Mecklenburg-Vorpommern nicht gesondert zur Lage in den besonders betroffenen Regionen in Deutschland zu betrachten.

Ein bundesweiter Lockdown wäre für die Hotellerie, die Gastronomie und die Veranstaltungsbranche verheerend. Die Unsicherheit verändert darüber hinaus die Stimmung in allen anderen Branchen. Einen zweiten Lockdown würden Teile der Wirtschaft kaum noch überstehen, da viele bereits alle Möglichkeiten, Rücklagen, Hilfen und Kredite genutzt haben, um die letzten Monate zu überbrücken. Diese Möglichkeiten sind zunehmend ausgeschöpft. Es mehren sich die Signale, dass Unternehmerinnen und Unternehmer nun zu dem Ergebnis kommen, ihre Betriebe oder Selbstständigkeit nicht fortzuführen. Regional angepasste Lockdowns ermöglichen Unternehmen in weniger betroffenen Regionen ein Überleben. Jedes Unternehmen, was so gerettet werden kann, ist eines mehr, welches nicht in die Insolvenz geht und Arbeitskräfte freisetzt.

Die Agenturen für Arbeit müssen nicht nur ihre Maßnahmen hinsichtlich Kurzarbeitergeld, Insolvenzgeld, Arbeitslosengeld und Arbeitsvermittlung forcieren, sondern auch die Angebote der Weiterbildung und Beratung sowie die Zusammenarbeit mit den Bildungsdienstleistern wieder hochfahren. Freigesetztes Personal wird nicht ohne weiteres die bestehende Fachkräfte-Lücke auffüllen können.

Wir fordern die Politik dringend auf, Unternehmen als systemrelevant zu betrachten und einen bundesweiten Lockdown für alle abzuwenden. Die bisherigen Maßnahmen sind weiter in Abhängigkeit der jeweiligen Lage abzuwägen und anzuwenden.

V.i.S.d.P.: Pamela Buggenhagen / Geschäftsführerin

Hier finden Sie die Pressemitteilung im Gesamten.
Am 23.10. führten die Stadt Grevesmühlen und der Unternehmerverband in der Verbandsregion Nordwestmecklenburg das traditionell gemeinsame Unternehmerfrühstück durch. Mit viel Abstand wurde die Fläche der Sport- und Mehrzweckhalle in Grevesmühlen dazu genutzt. Ein herzlicher Dank geht an Bürgermeister Lars Prahler und seinem Team für die hervorragende und corona-sichere Organisation. Die Situation ist angespannt, umso wichtiger ist es, sich gut zu informieren. Lars Prahler und Verbandspräsident Thomas Tweer begrüßten dann auch rund 45 Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich zu Fragen rund um Corona austauschen wollten.Wirtschaftsförderer Martin Kopp gab einen Überblick über die wirtschaftliche Situation im Landkreis und verwies auf die Unterstützungsangebote für die regionale Wirtschaft. Landrätin Kerstin Weiss fand ebenfalls Zeit, die Unternehmer zu besuchen und informierte kurz zu aktuellen Corona-Zahlen im Landkreis und zur Situation der Ämter. Ein Thema, womit sich niemand gern beschäftigen möchte, was aber zunehmend an Bedeutung gewinnt, stand danach auf der Tagesordnung. Thoralf Wecke von der Schuldnerberatung informierte zum Umgang mit Insolvenz und Schulden. Die kostenfreie Beratung unter 03881/716 304 bei der Schuldnerberatung wird bereits vermehrt nachgefragt und bietet auch für Arbeitgeber und deren Arbeitnehmer wichtige Unterstützungen, um tragfähige Lösungen im Sinne beider Seiten zu finden. Wir hoffen, dass dies nicht die vorerst letzte Präsenzveranstaltung in der nächsten Zeit gewesen sein wird. Der Bedarf an Austausch und gegenseitiger Unterstützung ist größer denn je - und nicht alles lässt sich virtuell abbilden.
Mittwoch, 14. Oktober 2020

Ausbildung neu denken!

„Ausbildung neu denken“ war Motto unseres diesjährigen Ausbildertrainingscamp 2020. Nicht nur Corona zeigt, Ausbildung muss neu gedacht werden! Über 30 Interessierte aus Aus- und Weiterbildung folgten unserem Aufruf. Vier verschiedene Workshops rund um Ausbildung, aber auch Erfahrungsaustausch und Netzwerken standen auf unserer Camp-Agenda. 


#Rolle des Ausbildungspersonals

Welche Kompetenzen braucht das Ausbildungspersonal 4.0 und wie können diese entwickelt werden? Dazu diskutierten wir mit Sabine Wurzel und Dr. Wolfgang König vom Bildungswerk der Wirtschaft gGmbH. Fest steht: die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt und stellt damit neue Anforderungen an Unternehmen und Beschäftigten - besonders an das Ausbildungspersonal, die für die Fachkräfte von morgen verantwortlich sind. Doch vor allem für sie ist das nicht selten eine zeitliche, personelle und finanzielle Herausforderung. Hier bietet das Projekt Netzwerk Q 4.0 für Unternehmen kostenlose Unterstützung und Beratung an. Als Ansprechpartner für die Region Westmecklenburg helfen die beiden bei der Analyse der Ausbildungsprozesse und Ermittlung der Kompetenzbedarfe, entwickeln passgenaue Weiterbildungsformate und fördern den regionalen und bundesweiten Austausch - wie z.B. beim nächsten digitalen Netzwerktreffen am 5. November 2020!

#Azubi-Recruiting

Wie kann modernes Azubi Recruiting aussehen? Das zeigten eindrucksvoll Anne Stapf und Albina Makolli von IMBSE GmbH in ihrem Workshop "Sway als kreatives Präsentationstool für die Ausbildung". Doch was ist Sway? Sway ist eine neue kostenlose Software aus der Microsoft Office Familie und funktioniert ähnlich wie PowerPoint, bietet jedoch die Möglichkeit interaktive Präsentationen, Berichte und vieles mehr zu gestalten. So ist es in wenigen Schritten möglich, eine animierte Stellenausschreibung zu erstellen und auf die eigene Homepage zu integrieren. Wie das aussehen kann, zeigt das Sway-Beispiel des Gartenbaubetriebes Hanka aus Kempen/NRW. Darüber hinaus bietet das Team viele weitere kostenlose digitale Workshops an - ein Klick auf das Projekt add on lohnt sich definitiv!

#Gesundheitsförderung

Betriebliche Gesundheitsförderung ist in der Ausbildung eher ein untergeordnetes Thema. Das Bewegung, Ernährung, Stress und Sucht aber wichtige Themen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind, ist unbestritten. Nadja Arp von VIRTUS - Institut für neue Lehr- und Lernmethoden stellte als Kampagnenleiterin die neue kostenlose Plattform "DigiMoveMe" vor. Die Idee zur digitalen Gesundheitsförderung für Azubis ist übrigens einmalig im Bundesgebiet. Auszubildende können hier nicht nur Informationen zu Gesundheitsthemen erhalten, sondern sich in der Mittagspause mit Thaiboxweltmeister Rateb Hatahet fit halten. Dazu hat das Team mit ihm und weiteren Sportlern Kurzvideos gedreht, die zeigen wie unkompliziert sich Verspannungen lösen lassen oder welche "Kick-Moves" helfen, schnell Stress abzubauen. Zur weiteren Motivation können die Azubis zusätzlich auf der Lernplattform "DigiMoveMe" Punkte sammeln, an einer monatlichen Challenge teilnehmen und tolle Prämien wie Karten für Go-Kart, Wasserski oder Ticktes für die Rostocker Piranhas gewinnen! 

#Ausbildung im Home Office

Home Office für Azubis - machbar oder nicht? Das war Frage unseres letzten Workshops. Grundsätzlich sollten Auszubildende nicht im Home Office arbeiten, denn die Ausbildung hat im Unternehmen unter Anleitung und Kontrolle des Ausbildungspersonals stattzufinden. So ist es auch rechtlich im Berufsbildungsgesetz geregelt. Doch die aktuelle Lage macht es in manchen Situationen unumgänglich. Worauf rechtlich zu achten ist und wie Ausbildung im Home Office gut funktioniert, zeigten Julia Jenzen und Anja Kirchner vom Projekt "
vierpunkteins - Digitales Lernen in der Aus- und Weiterbildung" des Unternehmerverbandes. On top gab es eine Reihe an Tooltipps für das digitale Lehren und Lernen, die nicht nur im Home Office gut funktionieren, sondern natürlich auch im normalen Arbeitsalltag!


Vielen Dank an alle Referenten und die tollen Impulse! 

Das digitale Ausbildertrainingscamp ist eine Veranstaltung des 
Teams vierpunkteins. Bei weiteren Fragen rund um digitale Bildung wenden Sie sich gern an Julia Jenzen und Anja Kirchner.

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