Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.
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Dienstag, 27. September 2022

UV Unternehmerforum "Energie"

Der Mittelstand ist derzeit auf vielen Ebenen schwersten Belastungen ausgesetzt. Gerade für ostdeutsche Unternehmen gilt: Auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung und nach den Jahren der Corona-Pandemie können viele Unternehmen nicht auf ausreichend Eigenkapital und Rücklagen zurückgreifen, um die Kostenlawine abzufedern und längere Krisenzeiten durchzustehen. Die bisherigen Entlastungspakete werden diesen Herausforde­rungen in keiner Weise gerecht. Weiten Teile des hiesigen Mittelstands werden auch die aktuell geplanten Entlastungen nicht genug helfen. Das gilt es dringend zu korrigieren!

Wir geben der Politik hier 8 Forderungen mit auf den Weg, die in der Interessengemeinschaft ostdeutscher Unternehmensverbände abgestimmt sind und ihren Weg in die morgige Ministerpräsidentenkonferenz finden müssen.

Am 05.10.2022 laden wir um 18 Uhr zum "UV-Unternehmerforum Energie" in das Audi Zentrum Schwerin / Gebr. Ahnefeld GmbH & Co. KG / Hagenower Chaussee 1b / 19061 Schwerin ein. Moderiert wird das Forum von Michael Seidel / Chefredakteur der SVZ. Im Zentrum stehen die Lage in den Unternehmen und unsere gemeinsamen Forderungen an die Politik.

Viele Unternehmer und Unternehmerinnen melden uns zurück, dass sie nicht Montags demonstrieren gehen möchten, um auf die brisante Lage in ihren Unternehmen aufmerksam zu machen. Jedoch wächst der Eindruck, dass man nicht gehört und gesehen wird. Ein fataler Fehler!

Kommen Sie am Mittwoch, den 5. Oktober nach Schwerin, um zu zeigen, dass es viele - wenn nicht fast alle - Unternehmen sind, die es betrifft!

Die vollständige Presseerklärung mit den Forderungen der ostdeutschen Wirtschaft finden Sie hier!
Roboter: Kollege oder Konkurrent? Dieser Frage widmeten wir uns bei unserer ersten Unternehmensreise. Digital zu Gast waren wir in Neuhaus am Rennweg, auf den Höhen des Thüringer Waldes beim Unternehmen GBneuhaus GmbH

Der Thüringer Wald ist seit dem 12. Jahrhundert eine der bedeutendsten Regionen für industrielle Glasverarbeitung Mitteleuropas. Traditionell gibt es hier eine Vielzahl an Unternehmen, die im Bereich Glasherstellung, Glasbearbeitung und Glasverarbeitung tätig sind. GBneuhaus begann seine Produktion einst mit technischen Glaszuschnitten und später mit der Beschichtung von Lampenkolben für Niedervolt-Halogenlampen. In der Folge konnte das Unternehmen zahlreiche namhafte Hersteller aus den Bereichen Automotive, Haustechnik und Medizintechnik sowie der chemischen, glasverarbeitenden und Kunststoffindustrie und aus vielen weiteren Branchen als Kunden für sich gewinnen.

Innovativ sein und was wagen, ist das Motto von Geschäftsführer Michael Petry. So gelang es ihm gemeinsam mit seinem rund 100 Mann starkem Team, sich den Themen rund um Digitalisierung zu nähern. Denn in Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel sind neue Wege zu gehen. Digitalisierung von Routinetätigkeiten ist dabei das Stichwort. Monotone, wiederholbare, wenig komplexe Aufgaben, für die der Mensch „zu schade“ ist und zu schnell ermüdet, werden dabei einem Roboter übertragen. Ziel ist es auch, Aufgaben, die hohe Standards und Vorschriften haben, damit sie den Qualitätsanforderungen für Zertifizierung und ISO-Normen entsprechen und daher wenig Autonomie für den Werker lassen, zu automatisieren. In Kooperation mit der TU Ilmenau wurde dazu eine Bestandsaufnahme getätigt und daraufhin Ideen entwickelt, welche Prozessschritte besonders für die Automatisierung geeignet sind. Mit Hilfe eines von der TU Ilmenau entwickelten Simulationsprogrammes wurden Demonstratoren entwickelt und eine Bottleneck-Analyse durchgeführt. So konnte der Prozessschritt definiert werden, der besonders für Automatisierung geeignet ist. Für die Mitarbeiter:innen bedeutet das, dass sie nun andere Aufgaben mit mehr Freiheitsgraden übernehmen können: Überwachen der Maschinen, Wartung, Reinigung, Prüfen, Bewerten.

"Durch die Maßnahme ist kein Arbeitsplatz weggefallen, sondern viel mehr noch entstanden", sagt Betriebsleiter Markus Heinze. So will GBneuhaus in Zukunft lernende Systeme nutzen, um Spannungsspitzen zu vermeiden (Energiemanagement) und die Produktionssteuerung so anzupassen, dass die Qualitätssicherung im Prozess und nicht erst am Ende des Produktionsprozesses erfolgt. Bei der Umstellung der Produktion sind die Mitarbeiter:innen frühzeitig mit eingebunden, sodass sie verstehen, dass es um ihre Entlastung und nicht um den Ersatz geht. Wichtig ist hier Transparenz. „Wissen aus der Realisierungsebene wird genutzt, denn niemand weiß es besser, als die Mitarbeiter selber. Außerdem nutzen wir zur Qualifizierung für die neuen Aufgaben ein Wissensmanagementsystem, das allen zur Verfügung steht. Das Wissen ist an jeder Station abrufbar. Damit kann jeder Mitarbeiter selbst on the job Wissen nachschlagen und muss nicht Kollegen fragen. Denn es geht darum zu wissen, wo es steht und nicht zu wissen, wie es geht", erklärt Markus Heinze. "Jede Führungskraft vom Gruppenleiter bis zur Geschäftsführung ist für die Qualifizierung seiner Mitarbeiter verantwortlich – nicht die Personalentwicklung. So ist die Weiterbildung in den Genen der Firma verankert. Kurz: Weiterbildung muss im Gehen passieren", fasst Michael Petry zusammen und lädt alle Interessierten zu einem Kennenlernen vor Ort ein. 

Wir danken der Firma GBneuhaus für die spannenden Einblicke und die kurzweilige Zeit! Die eine Stunde war eindeutig zu kurz. Wer nicht dabei war, kann hier unsere erste Unternehmensreise nachschauen. 

Die digitale Unternehmensreise ist eine Veranstaltungsreihe der Weiterbildungsverbünde: Lernbund | Thüringen, Qblue | Hamburg, WeDiKo | Mecklenburg-Vorpommern und MEKA-BB | Berlin-Brandenburg.
Unsere nächste Reise geht am 6. Oktober nach Hamburg zum Unternehmen Treo - Labor für Umweltsimulation GmbH mit Thema "Weiterbildung im Team - Treo zeigt Ihnen wie!". Mehr Infos hier.
Donnerstag, 22. September 2022

Unternehmerfrühstück in Grevesmühlen

Am 16.09.2022 führten der Unternehmerverband gemeinsam mit der Stadt Grevesmühlen ein Unternehmerfrühstück zum Thema Energiepreisentwicklung durch.
Heiner Wilms, Geschäftsführer der Stadt Grevesmühlen gab dazu einen Einblick in die aktuelle Situation. "Wichtig ist, dass wir über den Winter kommen", äußerte sich der Energieexperte.
Darüber hinaus beleuchtete Wilms die Krisenstufen gemäß des Notfallplans. Im Anschluss erfolgten viele Wortmeldungen, bei denen deutlich wurde, dass ein Energiepreisdeckel notwendig ist, um wieder Planbarkeit und somit Sicherheit für die Unternehmen sowie Privathaushalte zu gewährleisten.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden die Anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer zu ihren aktuellen Herausforderungen befragt. Dabei wurden auch die Themen 3000 Euro Inflationsprämie sowie das Kurzarbeitergeld diskutiert.
Wir bedanken uns bei den anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern für den offenen Austausch, ausdrücklich bei Geschäftsführer Wilms für die klare und deutliche Darstellung der aktuellen Situation sowie bei Bürgermeister Lars Prahler und seinem Team für die Organisation.
Am 16.09.2022 führten der Unternehmerverband gemeinsam mit der Stadt Grevesmühlen ein Unternehmerfrühstück zum Thema Energiepreisentwicklung im Rathaussaal der Stadt Grevesmühlen durch.
50 interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer nahmen teil. Zunächst führte Heiner Wilms, Geschäftsführer der Stadtwerke Grevesmühlen, zur aktuellen Situation am Energiemarkt aus. "Wichtig ist, dass wir jetzt über den Winter kommen", erklärte der Geschäftsführer. Darüber hinaus erläuterte Wilms die Krisenstufen gemäß des Notfallplans. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer waren sich einig, dass ein Energiepreisdeckel die Situation entspannen würde, da sie Planbarkeit und somit Sicherheit zurückbringen würde.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden die Anwesenden zu ihren Herausforderungen und Problemstellungen befragt. Neben den aktuellen Energiekosten bewegte die Unternehmerinnen und Unternehmer auch die Themen Kurzarbeitergeld zur Überbrückung der aktuellen Situation sowie die 3000 Euro Inflationsprämie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Wir bedanken uns ausdrücklich bei Geschäftsführer Heiner Wilms für die klare und gute Darstellung der Situation sowie bei Bürgermeister Lars Prahler und seinem Team für die Organisation.
Mittwoch, 07. September 2022

Regionale Wirtschaft zum Entlastungspaket

Regionale Wirtschaft zum Entlastungspaket:
Werden die Ursachen der Wirtschaftskrise nicht behoben, werden auch Entlastungspakte 1-10 nicht helfen

Unternehmerischem Handeln sind Grenzen gesetzt, wenn die Belastungen auf der Kostenseite so hoch werden, dass die Geschäftsmodelle hinfällig werden. Die Rettung der Wirtschaft wird mit dem jetzt auf den Weg gebrachten Entlastungspaket nicht gelingen. Gar nicht zu reden davon, wie noch ein Strukturwandel hin zu nachhaltigem Wirtschaften gelingen soll oder die, mit Blick auf die von unserer Landesregierung stets propagierten - „guten Löhne“ erwirtschaftet werden könnten.

Werden der Kostenspirale im Bereich Energie, Gas und Rohstoffen keine wirklich wirksamen Maßnahmen entgegengesetzt, wird auch ein drittes, viertes… Entlastungspaket nicht helfen. Die Ursachen der Wirtschaftskrise werden mit Entlastungspaketen nicht behoben. Es gelingt maximal, mit Finanzspritzen querbeet zu überdecken, was sich aber nicht mehr überdecken lässt. Die einstige Wirtschaftsmacht Deutschland wird dies nicht retten, solange die Ursachen der aktuellen Situation nicht behoben werden und auch dem Strukturwandel nicht die nötige Zeit gegeben wird, die es braucht, um ohne wirtschaftlichen Bankrott und gesellschaftlichem Zusammenbruch Entwicklung überhaupt noch möglich zu machen.

UV-Präsident Thomas Tweer: „Der Wirtschaft werden in allen Bereichen die Grundlagen entzogen. Erst mangelte es an den Menschen, dann mangelte es an Vorprodukten, Materialien und Rohstoffen und nun mangelt es auch an Energie und Gas zu wirtschaftlich machbaren Preisen. Das bringt die Unternehmen mehr und mehr ins Wanken und lässt sich nicht lange durchstehen. Hier muss die Politik einen anderen Kurs einschlagen – schnell.“

v.i.S.d.P. Pamela Buggenhagen / Kontakt: Telefon 0385 / 569 333
Mittwoch, 31. August 2022

Rückblick UV-Unternehmertag 2022

Wirtschaft bekennt sich zur Eigenverantwortung und handelt - sachlich und ideologiefrei

Anlässlich des UV-Unternehmertag 2022 kamen rund 150 Unternehmerinnen und Unternehmer aus ganz Mecklenburg am 25. August nach Schwerin, um sich zu den aktuell drängenden Fragen von Verfügbarkeit sowie Bezahlbarkeit von Energie und Rohstoffen auszutauschen.

Unter dem Tagungsmotto „Regional statt global - Energie, Rohstoffe, Lieferketten – wie unabhängig kann die Wirtschaft in MV werden?“ luden die beiden größten branchenübergreifenden, regionalen Unternehmer­verbände in Mecklenburg-Vorpommern ein. Die große Nachfrage zur Teilnahme an dieser seit Jahren im Wechsel in Schwerin und Rostock durchgeführten Wirtschaftskonferenz des Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V. und des Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg e.V. zeigte, wie brisant die Fragen von Energie und Rohstoffen in der Wirtschaft aktuell sind.

Die Präsidenten der gastgebenden Verbände Frank Haacker und Thomas Tweer formulierten dazu:
“Corona, Krieg, Inflation und dazu noch der Klimawandel – die regionale Wirtschaft steht mit dem Rücken zur Wand. Die geballte Ladung an Herausforderungen erzeugt eine schwierige Gemengelage und es brennt an allen Ecken. Ein sparsamerer Umgang mit den vorhandenen Ressourcen war bereits mit Blick auf die Klimaschutzziele unausweichlich. Werden nun die Fragen der Verfügbarkeit und der Bezahlbarkeit zum Treiber des Strukturwandels? Wie kommen wir durch die Krise, welche Erkenntnisse lassen sich gewinnen und von welchen mutmachenden Beispielen aus der Unternehmerschaft können wir lernen? Breiter aufstellen, Lieferbeziehungen neu knüpfen, zum Eigenversorger mit Energie und Rohstoffen werden – und damit unabhängig? Kann unabhängiger auch nachhaltiger bedeuten?“

Staatssekretär Jochen Schulte (Wirtschaftsministerium MV) betonte in seinem Grußwort, dass „regional“ und „global“ für ihn keine Gegensätze darstellen. Man wird in einer globalisierten Welt weiterhin auf Lieferbeziehungen in vielfältigster Hinsicht angewiesen sein. Trotzdem sind regionale Möglichkeiten und ein höheres Maß an Unabhängigkeit auch mit Blick auf ein nachhaltigeres Wirtschaften neu zu bewerten.

Keynote Speaker Henry Forster, Geschäftsführer IAG - Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft mbH gab mit seinem Vortrag interessante Impulse zu den Themen "Wohlstand, Wachstum, Ressourcenverbrauch - vom Konsumrausch zur Nachhaltigkeit", selbstkritische Fragen inklusive. "Irgendwann ist alles Abfall und was passiert dann? Moderne Abfallwirtschaft ist leider oft nur eine Reaktion auf den Fortschritt. Themen wie nachhaltiges Produktdesign, Wiederverwertung und Wiedergewinnung von Rohstoffen, Energieerzeugung aus Abfällen sind einige Lösungsvorschläge und sollten noch mehr in den Fokus von Politik und Wirtschaft rücken. Unser eigenes Konsumverhalten sollten wir dazu auch kritisch hinterfragen und als Unternehmerschaft gutem Beispiel vorangehen."

Die spannenden Beiträge und Podiumsrunden mit hochkarätigen Gästen thematisierten dann auch im Bereich der Energie die vielen Maßnahmen, die Unternehmen schon ergriffen haben. Autarke Energieversorgung, dezentrale Lösungen und lokale Gemeinschaftsprojekte und viele Ansätze mehr zeigten eine Vielfalt an technischen Lösungen auf. Dazu berichteten Dieter Uffmann von biotherm Hagenow GmbH, Rob Vogelaar vom alpincenter Wittenburg/Landhotel Spornitz und Philipp Pfeiffer von APEX Energy Teterow GmbH aus ihrer unternehmerischen Praxis. Geleitet wurde die Podiumsdiskussion von Jörg Klingohr, der aus eigener Erfahrung als Inhaber vom energieautarken Golchener Hof zu berichten wusste. Fazit: Vor allem kleine und mittlere Unternehmen haben es oft schwer und nicht das nötige Fachwissen, um die für sie richtige und geeignete Lösung zu finden. Fördermöglichkeiten sind oft unbekannt oder mit hohem Aufwand verbunden. Hier braucht es unabhängige und neutrale Beratung und Unterstützung, wie sie die Landesenergie- und Klimaschutzagentur LEKA auch für Unternehmen anbietet. „Die Beratungsanfragen häufen sich und sind kaum noch zu bewältigen“, berichtet Arne Rakel von MVeffizient/LEKA MV. Dass zeigt jedoch, dass die Wirtschaft aktiv dabei ist, Alternativen zu suchen und dabei auf erneuerbare Energien setzt.

Im Bereich von Rohstoffen und ihrer Verwendung und Wiederverwertung waren sich die Vertreter der Abfallwirtschaft, in der von Henry Forster geleiteten, zweiten Podiumsrunde einig. In den zurückliegenden Jahrzehnten ist es dort gelungen, für die verschiedenen Abfälle immer bessere Verfahren des Recyclings zu entwickeln, um aus den Abfällen das Maximale herauszuholen. So werden mittelweile Sekundärrohstoffe gewonnen, die in zahlreichen Herstellungsprozessen einer erneuten Verwendung zugeführt werden können und damit den Verbrauch der Primärrohstoffe deutlich reduzieren. Norbert Rethmann, Ehrenaufsichtsratsvorsitzender der Rethmann-Gruppe: „Wir haben hier in Deutschland eine hochentwickelte Abfallindustrie und sind Technologieträger für viele Verfahren der Kreislaufwirtschaft, die wir in die ganze Welt exportieren. Dies wird viel zu wenig anerkannt und als wichtiger Bestandteil der Gesamtwirtschaft gesehen.“ Einig war man sich in allen Diskussionen, dass Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Verantwortung im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens erkannt haben und in vielen Bereichen voran gehen. Man wartet nicht, dass die Probleme andere lösen, sondern handelt. Von der Politik sind jedoch Rahmenbedingungen zu setzen, die unterstützen und nicht behindern. Planungs- und Genehmigungsverfahren strotzen vor bürokratischen Unwägbarkeiten und dauern viel zu lang. Dr. Eric Schweitzer, CEO der ALBA Europe Holding, ergänzte: „Die Wirtschaft könnte im Bereich der erneuerbaren Energien und Klimaneutralität wesentlich schneller vorankommen, wenn die Genehmigungs­verfahren deutlich beschleunigt werden würden.“

Viele Unternehmen brauchen darüber hinaus Unterstützung bei der Finanzierung ihres Umbaus in Richtung nachhaltige Wirtschaft, da vielfach nicht genug Eigenkapital vorhanden ist, so dass zinsgünstige Kredite hilfreich wären. UV-Präsident Thomas Tweer: „Die seit Jahren nötige Energie- und Wärmewende bekommt auf Grund der Fragen von Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Energie und Rohstoffen eine ganz neue Dynamik. Dem ist sich die Wirtschaft sehr bewusst. Jedoch muss der Weg hin zu mehr Klimaneutralität auch bewältigbar sein. Unsere Wirtschaft muss wettbewerbsfähig bleiben, um das zu schaffen. In einigen Branchen ist jedoch akut in Frage gestellt, ob die Kostenexplosionen in allen Bereichen überhaupt überstehbar sind. In so einer Lage ist an Investitionen, Umbau und Ausbau im Bereich erneuerbare Energie kaum zu denken. Politik und Verwaltung müssen daher Übergangszeiten und Übergangslösungen sicherstellen und nötige Rahmenbedingungen schaffen, die helfen, statt zu behindern und zu verlangsamen."

Frank Haacker UV-Präsident Rostock ergänzt dazu: „Der Fachkräftemangel tut sein Übriges. Rund 250.000 Handwerker fehlen bundesweit, um Häuser energieeffizient zu sanieren, Ladesäulen und Solardächer zu installieren, und Windkraftanlagen aufzubauen und zu warten. Hier liegt auch viel Potenzial für attraktive Arbeitsplätze in MV. Dazu muss deutlich mehr in Berufsorientierung sowie Aus- und Weiterbildung investiert werden, um die dazu nötigen Interessen zu wecken und Kompetenzen zu entwickeln.“

Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten und Sponsoren für die Planung, den reibungslosen Ablauf sowie die zahlreichen interessanten Impulse und Diskussionen! Vielen Dank auch an Kabarettist Christopher Dietrich, der mit seinen heiteren Worten das Programm bereicherte.

Hier finden Sie den Unternehmertag 2022 zum Nachschauen.

Fotos und Videorückblick: Andre Wegner / Master Mobility GbR

// Pamela Buggenhagen

Logoleiste
Wir freuen uns über das große Interesse an unserem Unternehmertag am 25. August zum Thema "Energie, Rohstoffe, Lieferketten - wie unabhängig kann die Wirtschaft in MV werden?".

Leider ist eine Teilnahme vor Ort nicht mehr möglich, da wir bereits seit Wochen ausgebucht sind.

Sie haben dennoch die Möglichkeit, den Unternehmertag ab 10 Uhr digital zu verfolgen:

https://us02web.zoom.us/j/82450455707

Das aktuelle Programm mit allen Referenten finden Sie hier: "Unternehmertag 2022".


Stammtisch-Sommer hieß es gestern Abend in Schwerin. Die Alumnis der Regionen Westmecklenburg, Schwerin und Nordwestmecklenburg trafen sich bei heißen Temperaturen zu kalten Getränken. Mit Blick auf das Schloss und Sand zwischen den Zehen gab es viele inspirierende Gespräche. Da das Netzwerk mehr und mehr wächst, durfte auch eine Kennenlernrunde nicht fehlen.

Die beiden Programmverantwortlichen Susanne Schnoor (#Projektleiterin) und Peggy Hildebrand (#Landeskoordinatorin) sind begeistert, wie sich die Frauen weiterentwickeln, sich gegenseitig unterstützen und das Netzwerk nutzen, um neue Energie zu tanken.

Das Spiel „ich habe noch nie…“ gab viele persönliche Einblicke und sorgte in der Gruppe für das eine oder andere schmunzeln und lustige Anekdoten. Beatrix schrieb im Anschluss: „Es war mega und ich war völlig beseelt danach.“

Wir sagen: Danke für so viele tolle Frauen in MV!

Das Treffen fand im Rahmen unseres neuen Projektes "Aufstieg in Unternehmen - Mentoring für Frauen in der Wirtschaft in MV" statt. Für Interessierte: Am 29. August und 14. September findet eine Infoveranstaltung zum 7. Durchgang statt. Gern bei Peggy Hildebrand | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! für mehr Infos melden!
Dienstag, 16. August 2022

„Laden, Waschen, Sonne tanken“

„Laden, Waschen, Sonne tanken“

dieser Einladung sind rund 50 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Westmecklenburg am 28.07.2022 nach Ludwigslust an die EasyCarWash Anlage gefolgt.

Ein all inclusive Sommerabend der besonderen Art

Auch wenn die derzeitigen Sorgen groß sind und sich die Unternehmen jeden Tag aufs Neue den verschiedenen Herausforderungen stellen müssen, zeigt es doch, wie wichtig es in diesen Tagen ist, sich in der Unternehmerschaft zu vernetzen und über zielführende Ideen für die Zukunft zu plaudern.

Die beiden Geschäftsführer der EasyCarWash-Anlage, Henrik und Florian Mernitz präsentierten uns vollumfänglich ihr innovatives Unternehmenskonzept mit den vielseitigen Möglichkeiten von einer mit Solarpaneelen überdachten Parkanlage, die zukünftig den Strom für die Elektromobilität bereitstellen soll, sowie der Waschanlage, in der 6 Fahrzeuge gleichzeitig in den Waschboxen gereinigt werden können.

Damit alle Gäste sich einen „sauberen Eindruck“ verschaffen konnten, wurde das schmutzigste Auto schnell gefunden. Henrik Mernitz demonstrierte den Unternehmenden mit welcher Waschtechnik, das optimale Ergebnis erreicht wird, ganz ohne Einsatz von Bürsten und Schwämme.

Und um den letzten Funken des Zweifels einer bürstenlosen Reinigung auszuräumen, hat so mancher Unternehmer die Gunst der Stunde genutzt, mit fachlicher Anleitung seinem Auto zu neuem Glanz zu verhelfen.

Bei dem anschließenden gemütlichen Beisammensein an diesem lauen Sommertag freuten sich die Gäste auf ein Wiedersehen und den persönlichen Austausch. Bei Bratwurst und Bier drehte es sich in den Gesprächen vor allem um die Energiepolitik - der unsicheren Gasversorgung und deren nicht planbare Preisentwicklung sowie die Sorgen um Lieferengpässe, Sparmaßnahmen und den Fachkräftemangel.

Wir danken den Geschäftsführern Henrik und Florian Mernitz für die Ausstattung des Sommerevents und ihre zukunftsweisenden Ausführungen.
Dienstag, 16. August 2022

„Laden, Waschen, Sonne tanken“

„Laden, Waschen, Sonne tanken“

dieser Einladung sind rund 50 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Westmecklenburg am 28.07.2022 nach Ludwigslust an die EasyCarWash Anlage gefolgt.

Ein all inclusive Sommerabend der besonderen Art

Auch wenn die derzeitigen Sorgen groß sind und sich die Unternehmen jeden Tag aufs Neue den verschiedenen Herausforderungen stellen müssen, zeigt es doch, wie wichtig es in diesen Tagen ist, sich in der Unternehmerschaft zu vernetzen und über zielführende Ideen für die Zukunft zu plaudern.

Die beiden Geschäftsführer der EasyCarWash-Anlage, Henrik und Florian Mernitz präsentierten uns vollumfänglich ihr innovatives Unternehmenskonzept mit den vielseitigen Möglichkeiten von einer mit Solarpaneelen überdachten Parkanlage, die zukünftig den Strom für die Elektromobilität bereitstellen soll, sowie der Waschanlage, in der 6 Fahrzeuge gleichzeitig in den Waschboxen gereinigt werden können.

Damit alle Gäste sich einen „sauberen Eindruck“ verschaffen konnten, wurde das schmutzigste Auto schnell gefunden. Henrik Mernitz demonstrierte den Unternehmenden mit welcher Waschtechnik, das optimale Ergebnis erreicht wird, ganz ohne Einsatz von Bürsten und Schwämme.

Und um den letzten Funken des Zweifels einer bürstenlosen Reinigung auszuräumen, hat so mancher Unternehmer die Gunst der Stunde genutzt, mit fachlicher Anleitung seinem Auto zu neuem Glanz zu verhelfen.

Bei dem anschließenden gemütlichen Beisammensein an diesem lauen Sommertag freuten sich die Gäste auf ein Wiedersehen und den persönlichen Austausch. Bei Bratwurst und Bier drehte es sich in den Gesprächen vor allem um die Energiepolitik - der unsicheren Gasversorgung und deren nicht planbare Preisentwicklung sowie die Sorgen um Lieferengpässe, Sparmaßnahmen und den Fachkräftemangel.

Wir danken den Geschäftsführern Henrik und Florian Mernitz für die Ausstattung des Sommerevents und ihre zukunftsweisenden Ausführungen.