Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.
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Corona-Arbeitsschutzverordnung: Homeoffice-Pflicht und Testangebot an vollständig geimpfte Mitarbeiter beenden

Bis 30.06.2021 sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, ihren Mitarbeitern überall dort, wo es möglich ist, Homeoffice anzubieten. Diese sind dazu verpflichtet, sofern es keine triftigen Gründe gibt, die dagegensprechen, dieses Angebot anzunehmen. Zudem sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, auch vollständig Geimpften ein Testangebot zu unterbreiten.

Im Gespräch ist, die Homeoffice-Pflicht über den 30.06.2021 zu verlängern. Ferner wurde immer noch nicht Aussicht gestellt, dass im Rahmen der Corona-Arbeitsschutz-Verordnung bereits vollständig geimpfte Mitarbeiter von der Testangebots-Pflicht ausgenommen werden.
Wir fordern das Ende der Homeoffice-Pflicht mit dem 30.06.2021 und sehen für eine Verlängerung keine Grundlage mehr gegeben. Nach über einem halben Jahr Homeoffice-Pflicht ist es an der Zeit, den Unternehmen und seinen Mitarbeitern diese Entscheidungen wieder selbst zu überlassen und von den betrieblichen Notwendigkeiten und Bedingungen abhängig zu machen.

UV-Präsident Thomas Tweer:
„Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Unternehmen und ihre Mitarbeiter in der Lage sind, selbst fortan für sinnvolle Regelungen sorgen werden. Auch in Anbetracht von Work-Life-Balance, Arbeitgeberattraktivität sowie finanziellen Vorteilen werden viele Unternehmen ohnehin mobiles Arbeiten weiterhin für ihre Mitarbeiter anbieten. Hier kann man Vertrauen in die Wirtschaft setzen. Jedoch sind die coronabegründeten Eingriffe des Gesetzgebers in die Wirtschaft nun zügig wieder zurückzunehmen.“

Zudem fordern wir, dass Unternehmen bereits vollständig geimpften Mitarbeitern kein Testangebot mehr unterbreiten müssen.

Thomas Tweer:
„Das Beschaffen und Vorhalten von Tests, die nach aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ohnehin zu einem negativen Testergebnis mangels Ansteckungsgefahr führen würden, bedeuten eine enorme Kostenlast und logistischen Aufwand für die Unternehmen. Es ist an der Zeit, auch hier für Entlastung zu sorgen und bei der Fülle an Lockerungsregelungen nicht zu vergessen.“
#psychischegefährdungsbeurteilung #gesundheitswerkstatt #stressampel # mentalesstressmanagement #achtsamkeitsmediation #powerpausen

All diese Begriffen unter anderem Thema beim digitalen Unternehmerfrühstück der Verbandsregion Schwerin am 20. Mai 2021 zum Thema „Umgang mit Stress / Digitales Antistresstraining“. Mit 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ging es dem Faktor Stress bei interaktiv an den „Kragen“.

Den Anfang machte Madlen Luft von der BARMER mit Ihrem Vortrag zum Thema „Psychische Gefährdungsbeurteilung und Gesundheitswerkstatt“. Klare Botschaft hier war gleich zu Beginn: weil es dem Unternehmen gut tut, wenn es den Mitarbeitern gut geht. Nach einem kurzen allgemeinen Überblick zur gesetzlich vorgeschriebenen psychischen Gefährdungsbeurteilung legte Madlen Luft den Fokus auf die sog. Gesundheitswerkstatt. Diese knüpft unmittelbar an die Evaluierungen aus einer durchgeführten psychischen Gefährdungsbeurteilung an und bindet die Beschäftigten aktiv in das gesamte Verfahren mit ein, wie man bestmöglich die psychischen „Baustellen“ nachhaltig Instandsetzen kann. Madlen Luft zeigte hierbei insbesondere auch die wirtschaftlichen Vorteile auf, denn die Kosten für eine erfolgreiche Durchführung einer sog. Gesundheitswerkstatt beispielsweise durch einen Dritten sind in der Regel geringer als die Kosten das Zahlen von Entgeltfortzahlungen für psychisch erkrankte Mitarbeiter. Denn bekanntermaßen fallen psychisch erkrankte Mitarbeiter für längere Zeiten aus…

Im Anschluss ging es ins interaktive digitale Antistresstraining, durchgeführt und begleitet von Beate Pflieger-Lorenz von Lorenz & Grahn GbR über. Es wurden die drei Ebenen des Stressgeschehens („Stress-Ampel“) aufgezeigt, interaktiv und in Break-Out-Sessions selbst reflektiv die mentalen Stressverursacher ausfindig gemacht, Tipps im Umgang mit diesen untereinander ausgetauscht und am Ende körperliche Übungen wie Achtsamkeitsmeditation und Powerposen durchgeführt. Am Ende waren hier zur Stressprävention die wichtigsten Botschaften: eigene Leistungsgrenzen akzeptieren, Schwierigkeiten als Herausforderungen sehen, innere Distanz wahren, unangenehme Gefühle und Ärger loslassen, Dankbarkeit empfinden und – nicht zu vergessen – immer optimistisch bleiben.

Wir bedanken uns herzlich bei den Referentinnen Madlen Luft und Beate Pflieger-Lorenz für die interaktive digitale Veranstaltung.

Das digitale Unternehmerfrühstück wurde mit freundlicher Unterstützung von ORANGE Immobilienagentur I Volker Zeppelin durchgeführt.
Das Projekt "Beratungsnetzwerk während und nach der Corona-Pandemie zum Restart der Wirtschaft in Vorpommern" wird durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und den Europäischen Sozialfonds gefördert.



gemeinsames Logo der Europaeischen Fonds in M V Internet ESF LandessignetM V 



Auf Grund der demographischen Entwicklung und der infrastrukturellen Gegebenheiten in Vorpommern besteht für die Unternehmen der Region während und nach der Coronapandemie ein besonderer Unterstützungs-, Beratungs- und Betreuungsbedarf, um zukunftsorientiert, begleitet durch staatliche Förder- und Unterstützungsmaßnahmen, zu einer stabilen wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit zurückzukehren. Branchenabhängig und grenzübergreifend sind diese Maßnahmen mit Partnerunternehmen aus der Region Stettin und den westlichen Landesteilen Polens zu koppeln. Besonders betroffen von der Pandemie sind der Einzelhandel, Gastronomie- und Berherbungsgewerbe, touristische Dienstleistungen sowie die Künstler- und Veranstaltungsbranche. Nach dem Abflauen der Pandemie wird ein erheblicher Fachkräftebedarf  in den wieder öffnenden Branchen entstehen, der durch unkomplizierte vermittelnde Netzwerke zu koordinieren ist.

Die Unternehmen stellen sich der Herausforderung auch Menschen mit Migrationshintergrund einzubeziehen und entsprechende Ausbildungsformate und Anpassungsqualifizierungen zu entwickeln. Bezug nehmend auf die Koppelung mit der Metropolregion Stettin besteht hier die Chance, die geographische Nähe zu einem Ballungsraum zu nutzen, in dem umfänglich rund eine Millionen Menschen leben, aber auf polnischer Seite eine weite Entfernung zu anderen Metropolen besteht. Diese Gegebenheiten erzwingen förmlich eine Zusammenarbeit und Umsetzung in diesem Projekt!  

Ziel des Projektes ist ein Beratungs- und Unterstützungsformat für Unternehmen in Vorpommern und der Metropolregion Stettin zur wirtschaftlichen Stabilisierung während und nach der Coronapandemie, gekoppelt an eine bedarfsgerechte Fackkräftevermittlung und Ausbildungsberatung. Aus den Schlüsselelementen "Beratung zu staatlichen Förder- und Hilfsformaten", "Ausbildungberatung" und "Fachkräftevermittlung" entstehen strukturierte aber vielseitige Unterstützungsformate für die regionalen Unternehmen. Netzwerkpartner sind in der Sache Agierende wie die Wirtschaftsministerien in Bund und Land, LFI und GSA, die IHKs, BA für Arbeit, Bildungswerk der Wirtschaft, regionale UVs in MV, die Vereinigung  Unternehmerverbände MV, Welcome Center, polnische Wirtschaftsverbände und internationale Partner.

Durch Umsetzung des Projektes entstehen daseinsvorsorgende Netzwerke für einen unabdingbaren Restart der Wirtschaft in Vorpommern und der Metropolregion Stettin nach der Pandemie. Beides muss und wird zu einem untrennbaren Wirtschaftsstandort europäischen Formates heranwachsen in den nächsten Jahren. Um hier mit anderen Regionen zukünftig mitzuhalten ist ein "Think Big" für die Region unerlässlich. Der Schlüssel eines erfolgreichen Wirtschaftswachstums ist eine internationale Ausrichtung mit gut ausgebildeten Fachkräften in der gesellschaftlichen Breite und branchenübergreifend in der Wirtschaft. Um diese Anforderungen  langfristig zu realisieren, fokussiert das Projekt einerseits zeitnah auf Unternehmensberatung und Begleitung während und nach der Coronakrise. Ziel ist es, stark vom Lockdown betroffene Branchen mit Abfangprozessen zu unterstützen und verstetigte Lösungen einzubringen. Weiterhin zielt es auf frühzeitige Bindungsformate junger Menschen an ihre Region ab und umfasst die Akquise derer, die ihre berufliche Zukunft  in Vorpommern sehen. Auch wenn Pandemiebedingungen erschwert einwirken, müssen diese Strukturen erhalten, ausgebaut und den Anforderungen entsprechend neu formiert werden. Erste messbare Effekte sind die Ansiedlungen polnischer und deutscher Unternehmen beiderseits der innereuropäischen Grenze. Das zu befördernde, damit einhergehende gesellschaftliche Zusammenwachsen durch zweisprachige Ausbildungsformate, unkomplizierte Einbindungen von Schülern, Studenten und ausländischen Fachkräften bildet eine messbare Notwendigkeit des Projektes, mit unbedingt einzubindenden Netzwerkpartnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.





Am 11. Mai 2021 steuerten wir mit dem UV FrauenNetzwerk unseren dritten Hafen der Verbandsregionen - Nordwestmecklenburg - an.

Knapp 10 Teilnehmerinnen folgten der Einladung und tauschten sich untereinander ihre eigenen Erfahrungen zum Thema "Richtig Netzwerken" aus. Es wurden sich gegenseitig hilfreiche Tipps gegeben und am Ende verlief die Runde in lockere Gespräche, wo aktuelle Themen wie Vereinbarkeit Familie und Beruf sowie Führen auf Distanz noch besprochen wurden. Einig waren sich alle am Ende: richtig Netzwerken funktioniert am besten, wenn man sich dabei generations- und geschlechterübergreifend orientiert.

Wir danken den Teilnehmerinnen für den tollen Austausch.
Unsere Pressemitteilung finden Sie hier im Detail. 
Bei einer Unternehmensnachfolge wird häufig an ein Testament oder an eine geplante Übergabe gedacht. Aber: Corona-Infektion – vier Wochen Intensivstation oder länger. Danach ist man hoffentlich wieder gesund. Was passiert in den vier Wochen im eigenen Unternehmen? Sind Vertretungsregeln festgelegt? Wer hat die Passwörter? Bekommen die Beschäftigten ihre Gehälter? Ein attraktiver Vertragsabschluss steht an - was ist zu tun? Sind Sie vorbereitet?
 
Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Unternehmerabend des Unternehmerverbandes in der Verbandsregion Ludwigslust-Parchim per Videokonferenz am 5. Mai. Helge Kiecksee (Foto) von der Kiecksee & Partner mbB Steuerberatungsgesellschaft in Hagenow sprach zu diesen brisanten und wichtigen Themenkomplexen. Als Präsidiumsmitglied im Verband ist einer seiner Tätigkeitsschwerpunkte die Unterstützung bei Unternehmensnachfolge.
 
Thema war zunächst der sogenannte „Unternehmerische Notfallkoffer“. Gerade die aktuelle Pandemielage zeigt den Bedarf auf, diese elementaren Regelungen unbedingt im Voraus zu treffen. Zahlreiche unternehmerische Entscheidungen sind bei Ausfall des Firmeninhabers plötzlich nicht mehr möglich. Lieferantenrechnungen, Steuern, Sozialabgaben, Gehälter können u.U. nicht gezahlt werden. Die Auftragsannahme ist gestoppt. Bei fehlendem Notfallplan kann es innerhalb kürzester Zeit zur Insolvenz kommen.
 
Neben den nötigen Regelungen für einen plötzlichen Ausfall sind Unternehmensübergaben aus Altersgründen gut zu planen. Immer weniger Menschen wagen in Deutschland den Schritt in die Selbstständigkeit. Die Zahl der Unternehmen, die keinen Nachfolger finden, wächst stetig. Deshalb ist es notwendig, sich frühzeitig damit zu beschäftigen. Frühzeitig meint im Idealfall 5 Jahre vor dem Ausscheiden, wie der Referent auf Nachfrage betonte. Wie sehen die Rahmenbedingungen für die Nachfolge aus? Besprochen wurden die Möglichkeiten einer internen Übergabe, einer externen Übergabe und daraus resultierende steuerliche Aspekte. Mögliche Probleme beim Übergabeprozess zeigte Helge Kiecksee auf und gab Empfehlungen für abgebende Unternehmen.
 
Leider fehlt im Tagesgeschäft oft die Zeit, sich um die beim Unternehmerabend thematisierten Sachverhalte angemessen kümmern zu können. Es gab daher gute Hinweise, wie organisatorische Regelungen aussehen können. Helge Kiecksee erläuterte dies anhand praxisnaher Beispiele. Die teilnehmenden Mitglieder bekamen unmittelbar nach der Veranstaltung die umfangreiche Präsentation zugesandt.

Der Unternehmerverband bietet mit solchen und ähnlichen Formaten umfangreiche Unterstützungen für die Mitgliedsunternehmen zu ganz verschiedenen Themen und wie hier zu wichtigen Steuer-, Finanz- und Gesetzesfragen.
 
Wir danken Helge Kiecksee für den überzeugenden Vortrag!

1. Digitaler UV Unternehmertag

Megatrends Voraus - Unsere Zukunft im Blick: Visionen für Mecklenburg-Vorpommern“

Am 29.04.2021 fand der UV Unternehmertag erstmalig digital statt. Bis zu 120 verfolgten gleichzeitig den Livestream und beteiligten sich in den Pausen an den virtuellen Thementischen. Insgesamt lockte das Format fast 450 Zuseherinnen und Zuseher vor die Bildschirme.

Was erwartet uns in Zukunft? Welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen? Wie fit sind wir in Bezug auf die Mega-Trends und Zukunftsthemen wirklich? Diesen und vielen weiteren Fragen stellte sich Dr. Klaus-Ulrich Moeller mit seiner Keynote zum Thema „Die hybride Welt - wie viel Maschine verträgt der Mensch?“, nach einer kurzen Begrüßung durch Frank Haacker, dem Präsidenten des Unternehmerverbandes Rostock-Mittleres Mecklenburg e.V. live aus dem Digitalen Innovationszentrum in Rostock und einem Grußwort von Lars Schwarz, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V., der per Videobotschaft zugeschaltet wurde. Moderiert wurde der Unternehmertag in diesem Jahr durch Imke Mentzendorff, der Geschäftsführerin der Ostsee-Zeitung. Sie begrüßte nach der Pause auch per Zoomschaltung den Minister für Energie, Infrastruktur und Digitales, Christian Pegel. Die anschließende Podiumsdiskussion wurde live vor Ort von Dr. Carl Thiede, Geschäftsführer Kraken Power GmbH, und Tobias Gebhardt, Managing Director GWA Hygiene GmbH ergänzt. Der Geschäftsführer der APEX Energy GmbH, Dr. Mischa Paterna, wurde ebenfalls via Zoom hinzugeschaltet.

Der Unternehmertag wird jedes Jahr vom Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg e.V und dem Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V. im Wechsel durchgeführt. 
Traditionell hält der Präsident den jeweils kooperierenden Verbandes die Abschlussworte. In diesem Jahr beendete Thomas Tweer, Präsident des Unternehmerverbandes Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V., diese neue Form der Veranstaltung. Das Netzwerken kam trotzdem nicht zu kurz. Auch im Anschluss konnten sich die Teilnehmer:innen via Zoom an den virtuellen Thementischen mit den jeweiligen Themenpaten austauschen.

Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen Beteiligten für den reibungslosen und trotzdem sehr spannenden Impuls und Austausch.

 
Den aufgezeichneten Livestream finden Sie unter folgendem Link auf dem YouTube-Channel des Digitalen Innovationszentrums:
 
https://youtu.be/Srwm1K1FiDg